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LUZERN: Frauenhaus Luzern verzeichnet einen Höchststand

Das Frauenhaus hat 2017 so viele Frauen und Kinder betreut wie seit Jahren nicht mehr. Die Institution ist dabei nicht nur für Luzernerinnen wichtig.
Im vergangenen Jahr suchten 149 Frauen und Kinder Schutz im Frauenhaus in Luzern. (Symbolbild) (Bild: Archiv / Neue LZ)

Im vergangenen Jahr suchten 149 Frauen und Kinder Schutz im Frauenhaus in Luzern. (Symbolbild) (Bild: Archiv / Neue LZ)

92 Frauen und 96 Kinder fanden im letzten Jahr Unterschlupf im Luzerner Frauenhaus. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr, als es noch 78 Frauen und 84 Kinder waren. Und es ist sogar die höchste Zahl in der jüngeren Geschichte des Frauenhauses. Das zeigt der Jahresbericht 2017. Weshalb es 2017 einen Höchststand gab, kann Annelis Eichenberger, Co-Geschäftsleiterin des Frauenhauses, nicht erklären. Sie geht aber davon aus, dass es sich um eine natürliche Schwankung handelt.

Etwas mehr als die Hälfte der Frauen und Kinder im Frauenhaus stammte aus dem Kanton Luzern, der Rest aus der übrigen Schweiz. Diese Frauen wurden in Luzern aufgenommen, weil eine Unterbringung in ihrem eigenen Kanton zu gefährlich gewesen wäre oder weil die Frauenhäuser des Herkunftskantons voll waren.

Das Frauenhaus bietet ihnen unmittelbaren Schutz vor Gewalt und Misshandlungen. Doch die Institution ist keine Dauerlösung. Die Aufenthaltsdauer variiert zwischen einem Tag und 90 Tagen. Rund zwei Drittel der Frauen müssen nach dem Austritt aus dem Frauenhaus ihre Existenz neu aufbauen: Sie verlassen ihren Partner definitiv und lassen sich an einem neuen Ort nieder, müssen eine Arbeit suchen und sich neu organisieren. Für diesen Neubeginn bietet das Frauenhaus ebenfalls Hilfe. Eine Sozialarbeiterin im 30-Prozent-Pensum kümmert sich um die sogenannte Nachbegleitung.

Der Aufenthalt im Luzerner Frauenhaus wird von der Opferhilfe des Herkunftskantons, respektive der Wohnsitzgemeinde der Bewohnerinnen finanziert. Rund 200000 Franken pro Jahr muss der Trägerverein des Frauenhauses aber an Spenden generieren. (rk)

Hinweis

Mehr Informationen auf:

www.frauenhaus-luzern.ch

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