Luzern führt bis zu den Sommerferien Fernunterricht fort

Gymnasien, Berufsfachschulen und Hochschulen führen den Fernunterricht bis mindestens zu den Sommerferien fort. Wie nach der Sommerpause unterrichtet wird, ist offen.

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Ein Schulzimmer ohne Schüler, die Stühle stehen auf den Pulten.

Ein Schulzimmer ohne Schüler, die Stühle stehen auf den Pulten.

Bild: Alex Spichale (Bellikon, 13. April 2020)

(cgl) Zwar wäre der Präsenzunterricht gemäss Bundesratsbeschluss vom Mittwoch wieder erlaubt. «Aufgrund der weiterhin geltenden Abstandsregeln hält der Kanton Luzern bis Ende dieses Schuljahres jedoch am Fernunterricht fest», heisst es in der Mitteilung des Bildungs- und Kulturdepartement des Kantons Luzern mit. Geöffnet werden die Schulen für Prüfungen, die eine Präsenz vor Ort erfordern, für Übungen in kleineren Gruppen, Einzelgespräche und weitere vereinzelte Lehrveranstaltungen.

Gemäss Bundesamt für Gesundheit gelten an den Schulen der Sekundarstufe II und der Tertiär- und Weiterbildung die Abstandsregeln und das Richtmass von vier Quadratmetern pro Person. Diese Vorgaben würden einen Präsenzunterricht «aus räumlichen und organisatorischen Gründen» verunmöglichen. Die Vorgaben gelte es einzuhalten. Dennoch wird Bildungs- und Kulturdirektor Marcel Schwerzmann in der Mitteilung wie folgt zitiert: «Wir wollen in den Schulen möglichst bald einen geregelten Präsenzunterricht anbieten.»

Unterrichtsform im neuen Schuljahr ist noch offen

In der Berufsbildung entscheiden die Schulen über die Rückkehr zum Präsenzunterricht. Dabei werden die örtlichen Bedingungen sowie die Bedürfnisse der Lernenden und der Branchen berücksichtigt. Besonders die Klassen der Attest-Ausbildung sollen wieder ins Schulhaus zurückkehren.

Wie der Unterricht an der Sekundarstufe II nach den Sommerferien erfolgt, ist noch offen. Die verbleibende Zeit bis zu den Ferien werde genutzt, um die Form des Unterrichts und Schutzkonzepte festzulegen. Dies hänge von der Entwicklung der Coronapandemie ab, schreibt der Kanton weiter. Gleiches gilt für die Hochschulen.

Weitere Kantone setzen Fernunterricht fort

Luzern ist nicht der einzige Kanton in der Zentralschweiz, welcher den Fernunterricht fortsetzen. Auch der Kanton Obwalden teilte mit, dass er auf die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts verzichtet. Die Konzepte des Fernunterrichts seien «inzwischen eingespielt». Auch Obwalden begründet den Entscheid primär mit den räumlichen Verhältnissen. Aufgrund der Abstandsregeln wäre der Präsenzunterricht nur eingeschränkt möglich.

Der Kanton Schwyz schreibt, die Vorgaben des Bundes würden eine Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts «selbst im Halbklassenunterricht in Frage stellen». Die Zeit bis zu den Sommerferien soll genutzt werden, um sich auf die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts mit Beginn des neuen Schuljahres vorzubereiten.

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Ab 6. Juni ist das Verbot des Präsenzunterrichts auch an den nachobligatorischen Schulen aufgehoben – allerdings unter Auflagen. Diese erachtet der Kanton Obwalden als nur schwer umsetzbar. Darum bleiben die Obergymnasiasten und die Berufsschüler weiterhin zu Hause zum Lernen.
Matthias Piazza