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Fusion mit Hitzkirch: Altwis bekommt positive Antwort

Altwis nimmt einen weiteren Anlauf für eine Fusion mit Hitzkirch. Ein Knackpunkt dürfte das Geld sein – und der mögliche Partner dämpft die Erwartungen, dass es schnell zu einem Zusammenschluss kommen könnte.
Ernesto Piazza
Blick auf die Gemeinde Altwis, die mit Hitzkirch fusionieren will. (Bild: Pius Amrein, 23. Dezember 2017)

Blick auf die Gemeinde Altwis, die mit Hitzkirch fusionieren will. (Bild: Pius Amrein, 23. Dezember 2017)

Einige Zeit wurde darüber spekuliert, jetzt ist der Entscheid offiziell bekannt: Der Gemeinderat Hitzkirch will auf das Fusionsgesuch von Altwis eingehen und einen allfälligen Zusammenschluss prüfen. Dies schreibt er in einer kurzen Medienmitteilung. «Wir sind zum Schluss gekommen, das Thema nochmals aufzugreifen», sagt der Hitzkircher Gemeindepräsident David Affentranger (CVP) auf Anfrage.

Er habe gehofft, dass Hitzkirch das Schreiben wohlwollend beurteile und im selben Sinne beantworte, erklärt der Altwiser Gemeindepräsident Hans Elmiger (CVP). Denn er weiss: «Eigenständig haben wir politisch keine Zukunft mehr. Dank Sonderbeiträgen konnte sich die Gemeinde zwar finanziell erholen, für die Zukunft sieht es aber wieder düster aus.»

Zwei der drei Gemeinderäte treten zurück

Der Altwiser Gemeindepräsident Hans Elmiger ist momentan um seine Situation nicht zu beneiden. Von der dreiköpfigen Exekutive haben die Parteilosen Markus Thomi und Cornelia Rauh aus beruflichen Gründen auf Ende August demissioniert. Thomi konnte sich zudem mit der Reduktion des Steuerfusses von 2,6 auf 2,4 Einheiten nicht identifizieren. Diese hatte das Volk an der Gemeindeversammlung vom 22. November 2017 trotz roter Zahlen und weiterer absehbarer Defizite sowie entgegen dem Antrag der Exekutive beschlossen.

Deshalb ist Elmiger froh, dass sich mit der Antwort aus Hitzkirch ein kleiner Silberstreifen am Altwiser Polithimmel abzeichnet. Umso mehr, da an einem Workshop im Januar eine Mehrheit der Anwesenden gegen einen Alleingang und für einen Zusammenschluss mit Hitzkirch votierte. «Das Gespräch mit dieser Nachbargemeinde ist für uns zurzeit der einzig gangbare Weg», so Elmiger. Bereits hat ein mündlicher, informativer Austausch zwischen den beiden Präsidenten stattgefunden. «Jetzt hoffe ich darauf, möglichst bald mit David Affentranger zusammensitzen zu können.» Der Hitzkircher Gemeindepräsident bestätigt, sich nächstens mit Hans Elmiger treffen zu wollen. «Wir sind strukturell Altwis unglaublich nah, sei es bei der Schule oder der Kirche», sagt er. Wohlwissend, dass es in der Vergangenheit zweimal mit einer Fusion nicht klappte.

Hitzkirch brach Verhandlungen 2014 ab

Schon 2014 führten die beiden Gemeinden Gespräche über einen Zusammenschluss. Damals war Hitzkirch aber der Meinung, ein solcher Schritt lohne sich finanziell nicht, und brach die Verhandlungen ab. 2006 war die Fusion Hitzkirchertal gescheitert. Altwis hatte sich gegen einen Zusammenschluss ausgesprochen. Ein Jahr später entschieden sich die damaligen Gemeinden Gelfingen, Mosen, Retschwil, Sulz, Müswangen, Hämikon und Hitzkirch jedoch, dem Projekt Hitzkirch 7 zuzustimmen.

Für einen erneuten Anlauf spricht, dass Hitzkirch einen relativ «neuen» Gemeinderat hat. «Wir sind diesbezüglich unbelastet und machen uns sehr ergebnisoffen an die Arbeit», betont Affentranger. Zudem muss das Rad nicht komplett neu erfunden werden. Denn von früheren Anläufen sind noch Unterlagen vorhanden. Der grosse Knackpunkt dürfte der Kantonsbeitrag sein. Diesbezüglich will sich Affentranger aber nicht aus dem Fenster lehnen. «Es wäre frech, eine Summe zu nennen.» Wohl kaum goutieren würde die Hitzkircher Bevölkerung, wenn sie durch die Fusion mit einer Steuererhöhung konfrontiert würde. Darauf angesprochen sagt Affentranger: «Dessen sind wir uns bewusst.» Also gilt es, einmal so weit, möglichst gut mit dem Kanton zu verhandeln. Momentan fährt Altwis mit einem Steuerfuss von 2,4 Einheiten, Hitzkirch hat 2,15 Einheiten. Zudem kommt der Bürger dort dieses Jahr in den Genuss eines Steuerrabatts von 0,1 Einheiten.

Affentranger hofft, nach Ostern mit der Bildung von Arbeitsgruppen beginnen zu können. Sollte es zu einer Fusion zwischen Hitzkirch und Altwis kommen, «passiert diese nicht von heute auf morgen», dämpft er allzu grosse Erwartungen auf der Zeitschiene. Wenn aber alles optimal läuft, kann er sich vorstellen, an der Urne über einen Zusammenschluss per 1. Januar 2021 abstimmen zu lassen.

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