LUZERN: Gedenkminute für Opfer von Menznau

Der Kantonsrat hat am Anfang der Märzsession der Opfer der Gewalttat von Menznau gedacht. Der Kanton Luzern stehe in der Stunde der Trauer zusammen, sagte Parlamentspräsident Urs Dickerhof (SVP).

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Der Luzener Kantonsrat gedachte der Opfer von Menznau. (Symbolbild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Der Luzener Kantonsrat gedachte der Opfer von Menznau. (Symbolbild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Urs Dickerhof bezeichnete am Montag das Vorgefallene als «furchtbares Verbrechen». Ein Mensch habe gemordet und viele an Leib und Seele verletzt, sagte er. Er habe viele Familien, auch seine eigene, in Trauer gestürzt.

Der Kantonsratspräsident sprach von den Fragen, die die Menschen nach einer solchen Gewalttat quälten. Wir seien ratlos und spürten, dass es keine schnellen Lösungen gebe. Dickerhof erwähnte auch die trügerischen Sicherheit der Normalität. Wir hätten gespürt, wie uns der Boden unter den Füssen weggezogen worden sei.

Dickerhof dankte den Polizisten, den Rettungskräften und allen weiteren, die zur Bewältigung des Vorgefallenen beigetragen hätten. Die Leitung der Kronospan habe umsichtig reagiert. Wichtig sei, dass wir uns umeinander kümmerten.

Als Zeichen der Anteilnahme entzündete die Standesweibelin im Zentrum des Kantonsratssaals eine Kerze. Dann erhoben sich der Regierungs- und Kantonsrat zu einer Gedenkminute.

Vor zwölf Tagen hatte gemäss Angaben der Polizei ein Mitarbeiter der Kronospan-Fabrik aus noch unbekannten Gründen das Feuer auf Arbeitskollegen eröffnet. Vier Personen, darunter der mutmassliche Täter, erlitten tödliche Verletzungen. Sechs Personen wurden verletzt.

sda