LUZERN: Geldstrafen und Bussen für Bahnhof-Randalierer

Die Staatsanwaltschaft hat 26 Randalierer aus Zürich, Thurgau und St. Gallen mit Geldstrafen und Bussen bestraft. Die Behörden fahndeten mit Fotos im Internet nach den Hooligans.

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Grosses Polizeiaufgebot nach dem Cupspiel FCL-GC im Bahnhof. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Grosses Polizeiaufgebot nach dem Cupspiel FCL-GC im Bahnhof. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Die 26 Randalierer wurden unter anderem wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, Landfriedensbruch, Sachbeschädigung und Vermummung zur Rechenschaft gezogen. Die Staatsanwaltschaft hat bedingte Geldstrafen (bis zu 180 Tagessätzen) und Bussen (bis zu 4’600 Franken) ausgesprochen. Zudem müssen die Randalierer die Untersuchungskosten bezahlen. Die verurteilten Personen sind zwischen 20 und 36 Jahren alt und stammen aus den Kantonen Zürich, Thurgau und St. Gallen.

Die Randalierer haben am 20. März 2012 ein Fussballspiel vom Fussballclub Luzern gegen den Grasshopper Club Zürich besucht. Auf dem Perron 2 kam es im Bahnhof Luzern zu Ausschreitungen: Eine Gruppe von GC-Fans warf mit Steinen und anderen Gegenständen auf die Luzerner Polizei und verübte Sachbeschädigungen.

Durch Internetfahndung identifiziert

Um die Täter zu identifizieren, publizierten die Staatsanwaltschaft und die Polizei im Juli 2012 auf ihrer Webseite 34 Bilder der unbekannten Randalierer. Zuvor hatten die Behörden den Beteiligten eine Frist eingeräumt, sich zu stellen. Die Frist nahm jedoch nur eine Person war. Die meisten wurden durch Hinweise von Dritten identifiziert.

Die 26 Urteile sind rechtskräftig. Vier Verfahren gegen jugendliche Randalierer werden in deren Heimatkantonen durchgeführt. Für alle Verurteilten wurden zudem Rayon- und Stadionverbote ausgesprochen.

pd/nop/rem/sda