LUZERN: Gemeinden sollen für Kultur bezahlen

Die Gemeinden sollen per Gesetz verpflichtet werden, Beiträge an die Kultur zu entrichten. Das kommt beim Verband Luzerner Gemeinden schlecht an.

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Gemeinden sollen die lokalen Kulturveranstalter finanziell unterstützen. Im Bild die Ballnacht in der Braui Hochdorf vom vergangenen November. (Archivbild Philipp Schmidli)

Gemeinden sollen die lokalen Kulturveranstalter finanziell unterstützen. Im Bild die Ballnacht in der Braui Hochdorf vom vergangenen November. (Archivbild Philipp Schmidli)

lm. In einem sind sich die Parteien und Verbände einig: Der Entwurf der Regierung für einen Planungsbericht zur Kulturförderung im Kanton zeigt die Verhältnisse gut auf und ist eine solide Grundlage für die Planung. Wie das Geld verteilt werden soll, sorgt aber für erhitzte Gemüter.

Darum geht es: Der Bericht der Regierung schlägt vor, dass neu 200 000 Franken für die Kultur auf dem Land verteilt werden sollen. Dieses Geld soll zu gleichen Teilen an Förderfonds für die Regionen Hitzkirch/Hochdorf, Sursee/Beromünster, Schüpfheim und Willisau fliessen. Die Gemeinden sollen dazu «eine juristische Struktur schaffen», welche das Geld verteilt und Ansprechpartner für den Kanton ist. Zudem sollen die Gemeinden animiert werden, sich vermehrt an den Kulturkosten zu beteiligen.

Geld anders verteilen

Der Verein Kulturlandschaft, der Kulturveranstalter auf dem Land vertritt, erachtet die gleichmässige Aufteilung auf die vier Planungsregionen als nicht sinnvoll: «zumal die Einwohnerzahlen und die Zahl der Kulturveranstalter und -veranstaltungen nicht gleich gross sind», schreibt der Verein. So bekäme die sehr aktive Kulturregion Sursee gleich viel Geld wie das Entlebuch mit vergleichsweise weniger Angeboten und Anbietern. Der Verein verlangt zudem, dass die Gemeinden sich finanziell stärker an der Kulturförderung beteiligen müssen.

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