LUZERN: Gewerbeverband will Sekprüfung wieder einführen

Der Gewerbeverband des Kantons Luzern fordert die Wiedereinführung der Sekprüfung. Die Lehrer sind klar dagegen.

Roseline Troxler
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Ronald Vonarburg, Präsident des Gewerbeverbands des Kantons Luzern: «Der eingeschlagene Weg hat sich als falsch erwiesen.» (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Ronald Vonarburg, Präsident des Gewerbeverbands des Kantons Luzern: «Der eingeschlagene Weg hat sich als falsch erwiesen.» (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Was 1990 abgeschafft worden ist, soll wieder eingeführt werden: die Sekprüfung. Diese Forderung stellt der Gewerbeverband des Kantons Luzern in seinem vor kurzem erschienenen Geschäftsbericht 2012. Darüber hinaus soll es auch eine Übertrittsprüfung von der 3. Sekundarschulklasse ins Kurzzeitgymnasium geben.

«Der Weg, im Namen der Chancengleichheit, Selektionshürden abzubauen, hat sich als falsch erwiesen», sagt Zentralpräsident Roland Vonarburg. Laut dem Gewerbeverband, der sich auf eine Studie des Kantons Aargau bezieht, sind in der Sekundarschule 30 Prozent der Schüler im falschen Niveau eingestuft. «Es gibt deshalb vermehrt über- oder unterforderte Schüler», sagt Vonarburg.

Lehrer sind gegen «Rückschritt»

Der Luzerner Lehrerinnen- und Lehrerverband (LLV) und der Verband Luzerner Mittelschullehrerinnen und Mittelschullehrer (VLM) finden keinen Gefallen am Vorschlag des Gewerbeverbandes. «Die Sekprüfung ist abgeschafft worden, weil sie zu keinen höheren schulischen Leistungen führte», sagt etwa LLV-Präsidentin Annamarie Bürkli. Sie bezweifelt, «dass die Schule durch Repression und Rückschritte in die 1990-Jahre die Qualität steigern kann. Heute beurteilen wir Kinder ganzheitlicher.»

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen LZ und im E-Paper.