LUZERN: Gleich zwei tolle Frauen powerten

Blue Balls Festivaldirektor Urs Leierer kündigte es an: Eine Ladies Night war am Mittwoch im Luzerner Saal angesagt: Nach der Norwegerin Maria Mena heizte Hitparadenstürmerin Rita Ora dem Publikum im gut besetzten Saal ein.

Natalie Ehrenzweig
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Maria Mena (links) und Rita Ora bei ihren Auftritten am 23. Juli im KKL Luzern. (Bild: Keystone)

Maria Mena (links) und Rita Ora bei ihren Auftritten am 23. Juli im KKL Luzern. (Bild: Keystone)

Bild: Nadia Schärli / Neue LZ
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Stimmgewaltig: Paloma Faith am 25. Juli am Blue Balls Luzern. (Bild: Keystone)
Bild: Nadia Schärli / Neue LZ
Chloe Howl am 25. Juli am Blue Balls Luzern. (Bild: Keystone)
Alison Goldfrap und ihr Quintett gestern am Blue Balls im Konzertsaal des KKL: Die Engländerin begeisterte das Publikum mit ihrer prägnanten Stimme. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)
Jamie Woon am Blue Balls Festival 2014. (Bild: Keystone)
Rita Ora bei ihrem Auftritt im KKL anlässlich des Blueballs. (Bild: Keystone)
Die Britin lässt sich von Fans feiern. (Bild: Keystone)
Die norwegische Popmusikerin und Songwriterin am 23. Juli im KKL. (Bild: Keystone)
Ihr Album «Weapon in Mind» schnellte 2013 auf Platz 1 der Charts. (Bild: Keystone)
Kulinarische Höhepunkte am Blue Balls Festival 2014. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)
Farbenfrohes Blue Balls Festival 2014 vor dem KKL. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)
James Blunt, der vielleicht prominenteste Star des diesjährigen Festivals, erfüllte gestern die Erwartungen voll. (Bild: Keystone)
Kann und soll man einen Song wie «You're Beautiful», den die Leute schon so oft gehört haben, und der nebst Ohrwurmqualitäten inzwischen auch ein gewisses Nerv­potenzial hat, überhaupt noch live bringen? Doch als es soweit war, gegen Ende des Konzerts, wurde schnell klar: James Blunt will, und das Publikum erst recht. (Bild: Keystone)
Agnes Obel schlug die leisen Töne im KKL an. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Dabei erzeugte sie aber eine höhere Intensität als manche Rockband. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Sonnenuntergang auf der Terrasse unter dem KKL-Dach. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)
Panorama-Bild vom Luzerner Blue Balls (Bild: Leser Roman Beer)
Regnerisch, aber dennoch festliche Stimmung am Dienstag vor dem KKL. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Howlin Pelle Almqvist... (Bild: Keystone)
Sänger der schwedischen Rockband «The Hives», beim Auftritt am 21. Juli am Blueballs. (Bild: Keystone)
Die schwedische Sängerin Sophie Zelmani. (Bild: Keystone)
Nach ihrem erfolgreichen Debütalbum war die 42-Jährige in Schweden sehr erfolgreich, und tourte bald durch ganz Europa und Japan. Heute lebt sie eher zurückgezogen in Schweden. (Bild: Keystone)
Charlotte Cooper von der britschen Indie-Rock-Band Subways (Bild: Keystone)
Charlotte Cooper von der britschen Indie-Rock-Band Subways (Bild: Keystone)
John Smith zählt zu den aufregendsten Newcomern der neuen britischen Folkszene. (Bild: Keystone)
The Passenger im Luzerner KKL. (Bild: Roger Gruetter / Neue LZ)
Fran Healy von Travis beim Konzert in Luzern. (Bild: Roger Gruetter / Neue LZ)
Travis bezieht sich auf die Hauptperson des Films «Paris, Texas» von Wim Wenders. (Bild: Roger Gruetter / Neue LZ)
Valerie June. (Bild: Keystone)
Nina Nesbitt ist das diesjährige Blue Balls Cover. (Bild: Keystone)
Die Karriere der 20-jährigen Schottin begann, als sie auf der Internet-Plattform Youtube ihre eigenen Lieder und Cover-Versionen hochlud. (Bild: Keystone)
Ed Sheeran. (Bild: Keystone)
Blue Balls ist die neue Festhütte von Luzern. Eine Dauerberieselung aus Musik, «Gschnorr» und guter Laune. Das kann einem schon mal übel zusetzen. Aber die Menschen scheinen es zu mögen (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Tausende von ihnen sind Freitagnacht und auch Samstagnacht am See unterwegs oder stauen sich vor dem Hotel Schweizerhof in ungemütlicher Dichte. Alles ist mega, super und cool. Finsterlinge, die diesem Gute-Laune-Überschuss nicht trauen, bleiben besser zu Hause. Oder holen sich draussen beim Pavillon eine Protestbüchse Eichhof über die Gasse. Aber die ist ja unterdessen auch Heineken geworden. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Gross und Klein am Blue Balls Festival. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
«The Animen», SRF3-Best Talent vom Juli 2013, auf der Luzerner Pavillon-Bühne. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
«The Animen», SRF3-Best Talent vom Juli 2013, auf der Luzerner Pavillon-Bühne. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Noch ist es ruhig und wenig Leute haben sich versammelt: Einen Abend vor dem Start des Blue Balls sind die Zelte und weitere Infrastruktur bereits aufgestellt. (Bild: Leserbild Heinrich Inderbitzin)
Die Zelte sind bereit vor dem Start des Blue Balls. (Bild: Leserbild Heinrich Inderbitzin)

Bild: Nadia Schärli / Neue LZ

Maria Mena spielte bereits 2009 am Blue Balls, damals allerdings im vollen Konzertsaal. Ihre letzte CD «Weapon in Mind» kam aber in der Schweiz nicht besonders gut an. Vielleicht lag es daran, dass die neue Maria Mena rockiger ist als früher. So trat die Sängerin auch stilgerecht in schwarzer Lederhose auf. Doch so hart und laut sich die Norwegerin auch geben möchte, gerade die Intimität, die sie mit ihren Geschichten zwischen den Songs schafft, macht ihre Konzerte speziell.

Dass sie mit «Cause and Effect» 2008 über ein halbes Jahr in den Schweizer Albumcharts war, zeigte sich, als sie ihren Hit «Hold Me» mit lautstarker Unterstützung des Publikums sang. Der neue Sound kommt wohl daher, dass Maria Mena auf die 30 zugeht, was sie, wie sie verriet, durchaus beschäftigt. Vielleicht muss sich das Publikum noch etwas daran gewöhnen.

Tolle Stimme, gute Laune

Die zweite Lady des Abends spielte zum ersten Mal in der Schweiz und präsentierte sich in Goldkleid mit Krone: Rita Ora eroberte das Publikum im Nu. Nicht nur mit ihrer tollen Stimme, sondern auch mit ihrer guten Laune und ihrer sympathischen Art. Sie machte Spässe mit dem Publikum und versprach einem Zuschauer spontan, ihn zu heiraten, da dieser ein Schild mit entsprechendem Wunsch hochhielt.

Rita Ora, in Pristina geboren und in London aufgewachsen, gab nicht nur ihre Hits zum Besten, sondern spielte auch Covers von den Spice Girls oder Bob Marley. Schade, war nach einer Stunde schon Schluss. Das Publikum sang und tanzte verzückt. Diesem Feuerwerk hätte man noch viel länger zuschauen und zuhören wollen.