LUZERN: Gletschergarten: Jetzt beginnen die Bohrungen

Ein 100 Meter langer Felsenweg, ein unterirdischer See und eine Säulenhalle mitten im Berg: Der Luzerner Gletschergarten hat Spektakuläres vor. Jetzt starten die Bohrungen.

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Diese Woche haben die Bohrungen für die Gesamterneuerung des Luzerner Gletschergartens begonnen. (Bild Robert Wicki, Gletschergarten)

Diese Woche haben die Bohrungen für die Gesamterneuerung des Luzerner Gletschergartens begonnen. (Bild Robert Wicki, Gletschergarten)

Es ist ein ehrgeiziges Projekt, eine bestechende Idee: Ein künstlicher 100 Meter langer Höhlengang soll die Besucher des Gletschergartens künftig tief in den Felsen führen. Dort sollen sie mehr über die Geschichte der Erde erfahren. Die Realisierung dieser Vision kostet 20 Millionen Franken.

Seit diesen Tagen finden im Gletschergarten Kernbohrungen bis 50 Meter tief in den Fels hinein statt, um den geologischen Untergrund zu erforschen. Die Erkenntnisse daraus dienen der genaueren Planung für das Projekt Fels, teilte Gletschergarten-Direktor Andrea Burri mit.

Die Planung der Gesamterneuerung geht gemäss Burri zügig voran. Noch im ersten Halbjahr 2015 soll das Baubewilligungsverfahren gestartet werden. Die laufende Felsuntersuchung erfolgt in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich. «Kleinste Teilchen wie etwa Quarzkörnchen oder Zirkone werden untersucht und sollen uns wertvolle Hinweise auf die frühe Geschichte des Luzerner Sandsteins geben», sagt Burri. Diese Ergebnisse sollen bis im Sommer vorliegen.

Der neue Erlebnisweg im Fels steht im Zentrum der Erneuerungmassnahmen. Der Weg führt dereinst durch den Luzerner Sandstein und die darin gespeicherte Erdgeschichte.

rem

Ein Weg im Berg bringt den Besuchern den Sandstein näher. (Bild: Visualisierung Miller + Maranta, Basel)
9 Bilder
So könnte der Eingang zum Felsenweg dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung Miller + Maranta, Basel)
Querschnitt durch den Gartenhof (Bild: Visualisierung Miller + Maranta, Basel)
Mitte-Links im Grundriss das freigestellte Schweizerhaus (schwarz) mit dem neu geschaffenen Aussenbereich. In der Bildmitte und rechts die neuen Ausstellungsräume und der Erlebnisrundgang im Felsinnern. (Bild: Visualisierung Miller + Maranta, Basel)
Die multifunktionale Felsengalerie bietet für rund 100-150 Person Platz. (Bild: Visualisierung Miller + Maranta, Basel)
Querschnitt durch den Fels mit Erlebnisrundgang, integriertem Bergsee und vertikalem Gartenhof als Zugang zur Sommerau. Am linken Bildrand das freigestellte Schweizerhaus (weiss). (Bild: Visualisierung Miller + Maranta, Basel)
Gestaltungsplan »Park« in einer Aufsichtsansicht (Bild: Gletschergarten)
Zukunftsperspektive: Schweizerhaus mit vergrössertem Park und Eingang Spiegellabyrinth (Bild: Gletschergarten)
Der Gletschergarten heute. Hellrot eingefärbt sind die wie Fremdkörper wirkenden Annexbauen aus dem 20. Jahrhundert. (Bild: Gletschergarten)

Ein Weg im Berg bringt den Besuchern den Sandstein näher. (Bild: Visualisierung Miller + Maranta, Basel)

So soll der Gletschergarten zukünftig aussehen. (Bild: Visualisierung Miller & Maranta Architekten, Basel)

So soll der Gletschergarten zukünftig aussehen. (Bild: Visualisierung Miller & Maranta Architekten, Basel)

So soll der Gletschergarten zukünftig aussehen. (Bild: Visualisierung Miller & Maranta Architekten, Basel)

So soll der Gletschergarten zukünftig aussehen. (Bild: Visualisierung Miller & Maranta Architekten, Basel)