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Gletschergarten und Natur-Museum: «Fusion» als radikalster Ausweg

Das Natur-Museum soll mit dem Gletschergarten zusammenarbeiten. Damit will der Kanton Kosten sparen. Doch ist der Gletschergarten in der Lage, ein ganzes Museum zu übernehmen?
Robert Knobel
Das Natur-Museum in Luzern. (Bild: Manuela Jans (20. Dezember 2015))

Das Natur-Museum in Luzern. (Bild: Manuela Jans (20. Dezember 2015))

Beim Sparen gibt es im Kanton Luzern keine Tabus mehr. Der Weiterbetrieb des Natur-Museums beispielsweise ist in Frage gestellt. Bereits im Februar gab die Luzerner Regierung den Auftrag, Synergien und Kooperationsmöglichkeiten für das Museum am Kasernenplatz zu prüfen. Ein möglicher Partner wäre der Gletschergarten. Zurzeit ist eine Arbeitsgruppe mit Vertretern beider Museen dabei, Möglichkeiten auszuloten.

Welche Szenarien genau diskutiert werden, darüber will Gletschergarten-Direktor Andreas Burri keine Auskunft geben. Nur so viel: «Wir schauen sämtliche möglichen und unmöglichen ­Kooperationsformen an.» Am weitesten gehen würde wohl das Szenario einer physischen Inte­gration des heutigen Natur-Museums in den Gletschergarten.

Wie dies umsetzbar wäre, bleibt offen. Andreas Burri sagt, dass es auf dem Gletschergarten-Areal kaum Platz für ein weiteres Museum gebe. Kommt hinzu, dass der Gletschergarten zurzeit selbst ein Expansionsprojekt realisiert.

Ein weiterer Knackpunkt ist inhaltlicher Natur. Zwar haben der Gletschergarten und das Natur-Museum durchaus Berührungspunkte im Bereich Geologie und Erdgeschichte. Doch das ­Natur-Museum thematisiert noch ganz andere Aspekte – von der Zentralschweizer Tier- und Pflanzenwelt bis zu Ernährungsthemen. Wie all diese Bereiche zusammengeführt werden könnten, bleibt ebenfalls offen. Burri stellt derweil klar: «Wir wollen an unserem Profil als erdgeschichtlich-alpines Museum festhalten.»

Gletschergarten will private Trägerschaft beibehalten

Offene Fragen gibt es zudem hinsichtlich der Finanzen. Das Natur-Museum ist ein kantonales Museum, das zu einem grossen Teil von öffentlichen Geldern lebt. Der Gletschergarten hingegen hat eine private Trägerschaft. Diese wolle man beibehalten, betont Burri. Sollte die Kooperation mit dem Natur-­Museum bauliche Massnahmen nötig machen, müsse der Kanton dies bezahlen. «Der Kanton kommt nicht um Investitionen herum», sagt Andreas Burri.

Doch selbst wenn der Kanton für eine allfällige Kooperation im Gletschergarten investieren müsste, könnte dies immer noch günstiger sein als die dringend nötige Totalsanierung des Natur-Museums am Kasernenplatz. Diese wird zurzeit mit 12 Millionen Franken veranschlagt. Das ist viel Geld – das man mit einer Kooperation mit dem Gletschergarten teilweise einsparen könnte. Die grosse Frage ist allerdings, wie viel vom heutigen Natur-­Museum dann noch übrig bliebe. Genaueres erfahren wird man vermutlich im nächsten Herbst. Bis dann soll die Arbeitsgruppe erste Ergebnisse vorlegen.

Eine enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Museen war übrigens schon in den 70er-Jahren ein Thema. Damals wurde der Neubau des Natur-­Museums geplant. Die Leitung des Gletschergartens sah damals darin eine Chance und plädierte dafür, das neue Museum in unmittelbarer Nähe des Gletschergartens am Löwenplatz zu bauen. Der Kanton entschied sich dann aber für den Standort Kasernenplatz, wo das Natur-Museum heute noch steht.

Der Gletschergarten gehört zu den 20 meistbesuchten Museen der Schweiz. (Bild: Manuela Jans)

Der Gletschergarten gehört zu den 20 meistbesuchten Museen der Schweiz. (Bild: Manuela Jans)

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