LUZERN: Grand Hotel Europe kämpft gegen Tourismuszone

Gegen die neue Bau- und Zonenordnung reicht die Grand Hotel Europe AG eine Verwaltungsbeschwerde ein. Die Beschwerde richtet sich gegen die Tourismuszone weil diese die unternehmerischen Freiheiten zu stark einschränken würde.

Pd
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Die Hotelzone am Luzerner Seeufer. (Bild: Archiv / Neue LZ)

Die Hotelzone am Luzerner Seeufer. (Bild: Archiv / Neue LZ)

Die neue Tourismuszone soll verhindern, dass ortsbildprägende Hotelbauten wie das Hotel Schweizerhof oder das Hotel Palace in Wohnungen umgenutzt werden dürfen.

Diese Einschränkung will die Grand Hotel Europe AG mit einer Verwaltungsbeschwerde beim Regierungsrat des Kantons Luzern bekämpfen, wie «srf.ch» berichtet. Ein Rechtsanwalt werde nun die Beschwerde einreichen.

Grund: Mit der Tourismuszone werde das Gebot der Rechtsgleichheit missachtet. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb einzelne Hotels den Einschränkungen der Tourismuszone unterliegen, während andere keine Nutzungsbeschränkungen auferlegt erhielten.

Hotels nicht in Wohnungen umwandeln

Hotels, die in der neuen Tourismuszone liegen, dürfen nur teilweise umgenutzt werden. 20 Prozent der Fläche dürfen für Wohn- und Arbeitsnutzung verwendet werden. Diese Bestimmung schränke die unternehmerischen Freiheiten zu stark ein, kritisiert Verwaltungsratspräsident Stephan Wey.

Zudem würde der Wert der Liegenschaft sinken, was zur Folge habe, dass das Hotel von den Banken schlechtere Konditionen erhielte. Neben der Grand Hotel Europa AG haben im Vorfeld der Abstimmung auch andere Hotelbesitzer angekündigt, eine Beschwerde zu prüfen. Patrick Hauser, Mitbesitzer des Hotels Schweizerhof sagte auf Anfrage des srf, auch sein Unternehmen plane, die Tourismuszone mit einer Beschwerde zu bekämpfen.