LUZERN: Grendel-Projekt ist gestorben

Am Grendel in Luzern wird es keinen «Walk of Watches» geben. Das Projekt ist endgültig vom Tisch.

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Ist vom Tisch: Das Grendel-Projekt «Walk of Watches». (Bild: pd / Visualisierung)

Ist vom Tisch: Das Grendel-Projekt «Walk of Watches». (Bild: pd / Visualisierung)

Mehrere Jahre hat sich das Sanierungsprojekt des Grendels schon dahingeschleppt, jetzt ist es damit endgültig vorbei. «Es wird keinen ‹Walk of Watches› geben», sagte Baudirektorin Manuela Jost an der Generalversammlung des Quartiervereins Altstadt vom Dienstagabend. Die involvierten Uhrenfirmen, die einen Teil der Kosten übernehmen sollten, hätten sich zurückgezogen. Dies ist das Resultat der jüngsten Gespräche mit der Stadt, die am Montag stattgefunden haben.

Firmen sollten zahlen

Der «Walk of Watches» hätte eigentlich eine Uhrenmeile beim Grendel geben sollen. Geplant waren Granitplatten mit 50 eingelassenen Uhrenlogos der ansässigen Firmen rund um den Schwanenplatz. Die Kosten von gut 7,6 Millionen Franken hätten sich Stadt (5,5 Millionen) und Uhrenfirmen (2,1 Millionen) geteilt.

Das Projekt ist von Privatleuten aus der Altstadt lanciert worden, nachdem ein erstes Sanierungsprojekt der Stadt 2003 an der Urne gescheitert ist. Doch immer wieder gabs Verzögerungen. Und einen groben Dämpfer musste das neue Projekt im letzten Sommer hinnehmen, als der Stadtrat – noch in der alten Besetzung – die Planung für die Neugestaltung des Grendels sistierte.

Gebaut wird so oder so

Nun muss der Stadtrat über die Bücher, denn eine Aufwertung brauche es beim Grendel so oder so, wie Manuela Jost gestern versicherte. «Allerdings wird man alles redimensionieren müssen.» Zuständig fürs Geschäft ist ihr Stadtratskollege Adrian Borgula.

Klar ist, dass unabhängig von einer Neugestaltung die Wasserleitungen und der Abwasserkanal saniert werden müssen – und zwar dringend. Der Kanal etwa sei bereits am Bröckeln. Deshalb sollen im nächsten Frühling die Arbeiten losgehen. Die Ausschreibungen dafür sind bereits am Laufen. Bis im Sommer 2015 dürften dann die Leitungssanierungen fertig sein. Spätestens dann muss der Stadtrat ein neues Projekt für die Oberflächengestaltung beisammen haben.

Stefan Roschi