LUZERN: Grössere Deponien auf dem Littauerberg

Im Nordwesten der Stadt Luzern sollen auf dem Littauerberg zwei Bauschuttdeponien vergrössert werden. Die Stadtregierung befürwortet die Pläne der beiden privaten Betreiber. Sie unterbreitet dem Parlament die entsprechenden Verträge und Änderungen in der Raumplanung.

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Die Deponien Spitzfluehof und Büel im Naherholungsgebiet Littauerberg. Die Grünfläche nördlich von Büel ist ehemaliges Deponiegebiet und soll wieder Landwirtschaftsfläche werden. (Bild: Grafik: Loris Succo)

Die Deponien Spitzfluehof und Büel im Naherholungsgebiet Littauerberg. Die Grünfläche nördlich von Büel ist ehemaliges Deponiegebiet und soll wieder Landwirtschaftsfläche werden. (Bild: Grafik: Loris Succo)

Die seit 2007 bestehende Deponie Spitzfluehof soll nach Osten um 14 Hektaren oder die Fläche von rund 20 Fussballfeldern vergrössert werden. Die Inertstoff-Deponie für Bauschutt vorwiegend aus dem Kanton Luzern bleibt bis etwa 2036 in Betrieb, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Bericht des Stadtrats hervorgeht.

In unmittelbarer Nähe befindet sich seit 2004 die Deponie Büel, die nun nach Westen um 10 Hektaren ebenfalls erweitert werden soll. Ihr Weiterbetrieb ist bis etwa 2030 geplant.

Für die Erweiterungen der Deponien ist unter anderem eine Anpassung der städtischen Bau- und Zonenordnung nötig. Nach dem Stadtparlament muss dieser auch noch die Kantonsregierung zustimmen.

Die privaten Betreiber hatten die Gesuche für die Erweiterungen ihrer Deponien bereits 2013 bei der Stadt eingereicht. Wegen Anpassungen und Einsprachen verzögerte sich das Verfahren.

Gegen die Projekt sind noch fünf Einsprachen hängig. Nach dem Willen des Stadtrats soll das Parlament auf diese nicht eintreten respektive sie abweisen.

Der Stadtrat spricht sich grundsätzlich für die Erweiterung bestehender Deponien anstelle von neuen Anlagen aus. Die Deponien auf dem Littauerberg lägen nahe zum Zentrum und verkehrstechnisch günstig in der Nähe einer Autobahn. Zudem tangierten sie kein Siedlungsgebiet, heisst es im Bericht ans Parlament.

Gemäss den Verträgen mit den Deponie-Betreibern profitiert die Stadt in der Zeit von 15 bis 20 Jahren von Einnahmen von total rund 3,8 Millionen Franken aus dem Betrieb der Deponien. Diese stammen aus Immissionsabgaben und aus der Zurverfügungstellung eines städtischen Grundstücks. (sda)