LUZERN: Grösster barocker Parkettboden in neuem Glanz

Das Parkett im grossen Festsaal des ehemaligen Klosters St. Urban ist restauriert worden. Die Sanierung war sehr aufwendig und teuer.

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Festsaal des Klosters St. Urban mit dem sanierten Parkettboden. (Bild: Margherita Delussu, Luzern)

Festsaal des Klosters St. Urban mit dem sanierten Parkettboden. (Bild: Margherita Delussu, Luzern)

Detailansicht des Parketts aus dem Jahre 1749. (Bild: Margherita Delussu)

Detailansicht des Parketts aus dem Jahre 1749. (Bild: Margherita Delussu)

Mit einer Fläche von 350 Quadratmetern handelt es sich um den grössten barocken Parkettboden der Schweiz, der nun innerhalb von rund sechs Monaten saniert worden ist. Nach Angaben der Luzerner Staatskanzlei hat der Boden im Zisterzienserklosters St. Urban während den letzten 264 Jahren stark gelitten. Zudem haben sich biologische Schäden in Form von holzzerstörenden Pilzen und Schwämmen gebildet. Deshalb wurde eine umfassende Restaurierung unumgänglich.

Der Kanton Luzern hat den Parkettboden genauestens dokumentiert, ausgebaut und in Restaurierungswerkstätten aufwändig reinigen lassen. Die Sanierung hat rund 600'000 Franken gekostet, wie es bei der Dienststelle Immobilien auf Anfrage heisst. Die Kosten trägt der Kanton Luzern. Zudem fliessen Subventionen vom Bund. Der Festsaal steht nun wieder für verschiedene Anlässe zur Verfügung.

Das Parkett wurde um 1749 nach französischem Vorbild verlegt, wie es auch am Hofe von Versailles zu finden war. Das System von einzelnen, kleineren Weichholzplatten, welche durch eine Rahmenkonstruktion aus Hartholz zu einer grösseren Platte zusammengefasst werden, nennt sich deshalb auch «Versailler Parkett».

pd/rem