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LUZERN: Grosseinsatz für die Salle Modulable

In die Debatte um die Salle Modulable kommt Schwung. Dank einem offenen Brief von fünf beteiligten Kultur- institutionen und einem potenten Sponsor.
Sandra Monika Ziegler
So soll die geplante Salle Modulable dereinst von innen aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

So soll die geplante Salle Modulable dereinst von innen aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

Die Zeit läuft. Am 19. September wird voraussichtlich im Parlament abgestimmt, ob der Kanton Luzern sich mit 7 Millionen Franken an der Planung der Salle Modulable beteiligen soll. Kommt es zum Nein, dann ist das beim Inseli geplante Theatergebäude Geschichte.

Kurz vor der Abstimmung im Kantonsrat melden sich die Befürworter des Projekts nun nochmals deutlich zu Wort. Die Kulturinstitutionen Lucerne Festival, Luzerner Theater, Luzerner Sinfonie­orchester, Südpol und Freie Theater- und Tanzszene wenden sich mit einem offenen Brief gemeinsam an alle Mitglieder des Kantonsrats und des Grossen Stadtrats. Darin fordern sie die Politiker auf, dem Projektierungskredit Neues Theater Luzern/Salle Modulable zuzustimmen, um damit den angeschobenen «kulturellen Aufbruch» fortzusetzen und den Standort Luzern nachhaltig zu stärken.

Die Kulturinstitutionen listen die Vorzüge des Projekts aus ihrer Sicht auf. Sie betonen «die einmalige Chance» für die Stadt Luzern, sich als Kulturstadt zu etablieren, und versprechen sich davon «nationale wie internationale Aufmerksamkeit». Zudem sind sie überzeugt, die Salle werde den gleichen «positiven Effekt» wie das KKL haben.

10 Millionen Franken

Ebenfalls zu Wort meldete sich gestern Anwalt und Immobilienbesitzer Jost Schumacher. Via Onlinemagazin «Zentralplus» liess er verlauten, dass er einen Sponsor an der Angel habe, der bereit wäre, 10 Millionen Franken zu spenden. Auf Anfrage präzisiert Jost Schumacher: «Ich betone aber, dass das versprochene Geld nicht für den aktuellen Projektierungskredit gedacht ist.» Es werde auch nicht Teil jener 35 Millionen Franken sein, die ein Patronatskomitee bis Ende Oktober bei Privaten und Unternehmen für den Bau der Salle Modulable sammeln will. «Die in Aussicht gestellten 10 Millionen Franken sollen ein Beitrag an die Betriebskosten sein», so Schumacher. Auf die Frage, ob er selber der anonyme Sponsor sei, sagt Schumacher klar Nein. Der Spender wolle anonym bleiben bis die Parlamente entschieden haben.

Beitrag mit Gegenleistung

So viel verrät Schumacher allerdings: Beim Sponsor handle es sich um einen in Luzern ansässigen Unternehmer. Sollte er zum Zuge kommen, werde er seine Zusage an Gegenleistungen knüpfen. «Das könnte die Möglichkeit sein, einmal einen Saal im künftigen Theater am See zu speziellen Konditionen privat nutzen zu können oder auch das Anbringen seines Firmenlogos auf dem Eintrittsbillett», sagt Schumacher. Das sei nichts Ungewöhnliches im Donatoren-Business. «Ich kann mir auch vorstellen, dass Sponsoren, die an Unterhalt und Betriebskosten des Theaters am See zahlen, mit dem zukünftigen CEO das Gespräch suchen, um über solche Gegenleistungen zu diskutieren.»

Der Verein Theater am See, den Jost Schumacher präsidiert, lancierte Mitte August ein Crowdfunding. Mit dem gesammelten Geld sollen Stadt und Kanton zusätzlich finanziell entlastet werden. Ziel ist es, bis zur Inbetriebnahme der Salle Modulable in drei Etappen rund 2 Millionen Franken zu sammeln. Aktuell wird auf der Website ein Betrag von 185 000 Franken angezeigt.

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