LUZERN: Grünes Licht für Kraftwerk in Kleiner Emme

In der Kleinen Emme zwischen Schachen und Malters wird ein Kraftwerk gebaut. Das Kraftwerk soll Strom für 900 Haushaltungen liefern.

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Die Steiner Energie AG plant ein neues Kleinkraftwerk in Malters - vorne Regierungsrat Max Pfister. (Bild Adrian Baer/Neue LZ)

Die Steiner Energie AG plant ein neues Kleinkraftwerk in Malters - vorne Regierungsrat Max Pfister. (Bild Adrian Baer/Neue LZ)

Der Luzerner Regierungsrat hat der Steiner Energie AG die Konzession für die Nutzung der Wasserkraft erteilt.

Die CKW-Tochter will im September 2009 mit den Arbeiten beginnen und im 2010 den Probebetrieb aufnehmen. Die Kosten werden auf gegen 9 Millionen Franken veranschlagt. Die erwartete mittlere jährliche Energieproduktion liegt bei 4,5 Millionen Kilowattstunden (kWh).

Bereits 1995 war in Ettisbühl ein Kraftwerk geplant worden. Das Vorhaben wurde aus wirtschaftlichen Gründen fallen gelassen. Seither hat sich die energiepolitische Situation geändert.

Schwemmholzrückhalt in Ettisbühl
Die Kleine Emme war im Gebiet Ettisbühl, in dem das Kraftwerk gebaut wird, beim Hochwasser von 2005 über die Ufer getreten. Wie die Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte, wird das Kraftwerk zusammen mit den Hochwasserschutzmassnahmen realisiert.

Ein Problem bei Hochwasser ist das Schwemmholz. Der Kanton plant deshalb bei Ettisbühl einen Schwemmholzrückhalt. Diese Anlage wird südlich des Kraftwerkes realisiert und arbeitet im Verbund mit dem Kraftwerkswehr.

Für diese Pionieranlage wurden von der ETH Tests durchgeführt. Ziel ist es, dass mindestens 50 Prozent des Holzes zurückgehalten wird. Das Projekt wird Mitte 2009 öffentlich aufgelegt.

sda