LUZERN: Gütschbahn: Parteien erteilen CVP eine Abfuhr

Die CVP fordert den Stopp der Verhandlungen um die Finanzierung der Gütschbahn. Ungeschickt, sagen die anderen Parteien.

Christian Hodel
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Die Gütschbahn ist im höchsten Masse sanierungsbedürftig. Umstritten ist, wie die Kosten verteilt werden sollen. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Die Gütschbahn ist im höchsten Masse sanierungsbedürftig. Umstritten ist, wie die Kosten verteilt werden sollen. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Das leidige Spiel um die Kostenverteilung der Sanierung der Gütschbahn soll vorläufig ein Ende nehmen. In einem Positionspapier fordert die CVP den Luzerner Stadtrat dazu auf, die Verhandlungen mit der Château Gütsch Immobilien AG bezüglich der Finanzierung der Bahn abzubrechen, wie die «Zentralschweiz am Sonntag» gestern berichtete.

Beteiligung ist «klar abzulehnen»

Wie eine Umfrage bei den Fraktionen zeigt, kann die CVP auf wenig Unterstützung hoffen. Einzig die FDP ist dem Verhandlungsstopp nicht a priori abgeneigt. Sonja Döbeli Stirne­mann, Fraktionschefin der FDP im Grossen Stadtrat: «Wenn es dazu einen politischen Vorstoss geben wird, werden wir dies anschauen.»

Überrascht vom «Vorpreschen der CVP» ist Peter With, Grossstadtrat der SVP. Es mache keinen Sinn, die Verhandlungen jetzt auf Eis zu legen, sagt er. Kritik an der CVP übt auch die linke Seite. «Ein Vertrag wird nicht sicherer, indem man schaut, ob im Mai der Gütsch eröffnet wird oder nicht», sagt Daniel Furrer, Grossstadtrat der SP. Dies sieht auch Korintha Bärtsch, Fraktionschefin der Grünen im Grossen Stadtrat, so. «Der Stadtrat steht inmitten der Verhandlungen. Das Vorgehen der CVP ist ungeschickt», sagt auchAndrás Özvegyi, Fraktionschef der GLP.