Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

LUZERN: Guido Paul Scherzinger: Weitere Sparpläne werden publik

Der Minister über weitere Sparpläne der Luzerner Regierung.
Mischtian Chreier
«Sechs Tage Spass am Stück – das kann eine moderne Volkswirtschaft heute einfach nicht mehr verkraften», begründet Guido Paul Scherzinger und ist klar der Meinung: «Drei Tage sind genug.» (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 6. Februar 2018))

«Sechs Tage Spass am Stück – das kann eine moderne Volkswirtschaft heute einfach nicht mehr verkraften», begründet Guido Paul Scherzinger und ist klar der Meinung: «Drei Tage sind genug.» (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 6. Februar 2018))

Unsere Zeitung enthüllte gestern die rüüdig danebenen Fasnachtsverkürzungspläne der Luzerner Regierung mit Sparminister Guido Paul Scherzinger. Mittelfristig soll die Fasnacht auf drei Tage verkürzt werden. Als Sofortmassnahme wird allerdings schon dieses Jahr der Güdisdienstag gestrichen. Mit unserer Recherche konfrontiert, ergriff Scherzinger noch am Mittwoch die Flucht nach vorn, indem er sich in einer Rede ans Volk wandte ( www.luzernerzeitung.ch/fasnacht ). Doch völlige Transparenz stellte der Sparminister dabei nicht her. Namentlich liess er die folgenden weiteren Änderungsvorschläge der Regierung unerwähnt:

  • Das traditionelle Orangenwerfen soll künftig in umgekehrter Richtung stattfinden. Sprich: Die Fasnächtler müssen gemäss den Plänen Orangen von zu Hause mitnehmen und sie im Sinne einer Naturalabgabe der Obrigkeit zuwerfen.
  • Der Monstercorsosoll nicht nur schon am Montagabend stattfinden,sondern auch«personell entschlackt» werden, wiees im «Auflagen- und Fasnachtsplan 2019/2022»wörtlich heisst. Konkret schwebt Sparminister Scherzinger vor, dass jede Guuggenmusig nur noch eine Zweierdelegation an den Corso schickt. Wie um Gottes Willen der Kanton damitGeld sparen will, istschleierhaft. Trotz mehrfacher Nachfragen war das Spardepartement gestern nicht bereit, entsprechende Auskünfte zu erteilen.
  • Weiter empfiehlt der Kanton dem Luzerner Fasnachtskomitee, künftig aus Kostengründen auf den Umzug vom Montag zu ­verzichten und stattdessen am Schwanenplatz den Rosenmontagszug aus Köln per Public Viewing zu übertragen. «Das trägt zur Diversifizierung unserer Fasnacht bei», meint dazu Guido Paul Scherzinger.

Wie sich die von den Sparmassnahmen betroffenen Institutionen zu den Vorschlägen äussern, war gestern leider nicht zu erfahren. Alle angefragten Personen waren komischerweise entweder nicht erreichbar oder nicht vernehmungsfähig …

Mischtian Chreier

kanton@luzernerzeitung

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.