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LUZERN: Heidelbeeren erleben einen Boom

Innerhalb von nur zehn Jahren hat sich die Anbaufläche von Heidelbeeren landes- und kantonsweit verdreifacht. Jetzt ist Erntezeit – und damit Hochsaison für Familie Geissmann in Altwis.
Lukas Nussbaumer
Hochsaison bei der Heidelbeerernte: Esther Geissmann beim Pflücken auf dem Betrieb in Altwis. (Bild: Roger Grütter (18. Juli 2017))

Hochsaison bei der Heidelbeerernte: Esther Geissmann beim Pflücken auf dem Betrieb in Altwis. (Bild: Roger Grütter (18. Juli 2017))

Lukas Nussbaumer

lukas.nussbaumer@luzernerzeitung.ch

Heidelbeeren gelten als sehr gesund. Sie enthalten nicht nur viele Vitamine, sondern sollen auch noch blutreinigend und gut für den Magen sein. Dennoch stehen sie in der Schweiz im Schatten von Erd- und Himbeeren. Noch. Denn die Anbaufläche wächst stark. Landesweit werden Heidelbeeren inzwischen auf mehr als 90 Hektaren gepflanzt, im Kanton Luzern auf rund 11 Hektaren. Das entspricht der Grösse von 15 Fussballfeldern. Noch vor zehn Jahren war die Fläche dreimal kleiner – schweiz- und kantonsweit. Zum Vergleich: Die Anbaufläche von Erdbeeren ist fast sechsmal so gross wie die von Heidelbeeren, jene der Himbeeren doppelt so gross. In der Zentralschweiz werden Heidelbeeren ausser in Luzern nur noch in Zug angebaut.

Mitverantwortlich für den Boom im Kanton Luzern ist Markus Hunkeler. Der Obstbauberater für Spezialkulturen und Pflanzenschutz am Berufsbildungszentrum Hohenrain war während zehn Jahren Ansprechperson für Landwirte, die sich für Heidel- und andere Beeren interessierten. Trotz hoher Anforderungen und Investitionskosten (siehe Kasten) sei der Anbau «lukrativ – bis jetzt», sagt Hunkeler. Das könnte sich ändern, wenn die Kirschessigfliege Schäden anrichtet oder wenn der Markt mit Beeren überschwemmt wird. Das ist aktuell nicht der Fall: Erstens mag die Kirschessigfliege heisse Temperaturen und Trockenheit, wie sie heuer herrschen, nicht, und zweitens haben einheimische Heidelbeeren noch viel Potenzial. Derzeit wird mehr als 90 Prozent der konsumierten Menge importiert.

Guter Ertrag – trotz kleiner Beeren

Einer, der Heidelbeeren sowohl an Grossverteiler als auch direkt ab Hof verkauft, ist Adrian Geissmann aus Altwis. Er setzt seit sieben Jahren auf die blauen Früchte – ohne es je bereut zu haben. Auch heuer nicht: Trotz eher kleiner Beeren sei der Ertrag gut, sagt der 41-jährige Landwirt. Jetzt, in der Hochsaison, haben er, seine Frau Esther sowie die Pflückerinnen und Pflücker alle Hände voll zu tun. Neben Heidelbeeren bauen Geissmanns nämlich auch Erd-, Him- und Brombeeren an. Gut zum Betrieb im Seetal passen Heidelbeeren aber nicht nur, weil sie das Beerenangebot komplettieren, sondern auch aus arbeitstechnischen Gründen: Während die hitzeempfindlichen Erd- und Himbeeren nur am frühen Morgen gepflückt werden können, lassen sich Heidelbeeren auch gut am Nachmittag ernten.

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