LUZERN: Heroinspritzen in Treppenhäusern

Vermehrte Spuren von Heroinkonsum im Gebiet der Luzerner Baselstrasse: Die Stadt ergreift Massnahmen.

Thomas Heer
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Im Gebiet der Baselstrasse werden vermehrt gebrauchte Heroinspritzen unter anderem in Hauseingängen gefunden. (Symbolbild) (Bild: Archiv Neue LZ)

Im Gebiet der Baselstrasse werden vermehrt gebrauchte Heroinspritzen unter anderem in Hauseingängen gefunden. (Symbolbild) (Bild: Archiv Neue LZ)

Gebrauchte und blutverschmierte Heroinspritzen in Hauseingängen, Parkanlagen und Stiegenhäusern: Im Luzerner Quartier Baselstrasse stossen die Anwohnerinnen und Anwohner in den vergangenen Monaten vermehrt auf solch unappetitlichen Abfall. Der Grund dafür ist schwierig zu eruieren. René Fuhrimann, Mitglied des örtlichen Quartiervereins, sagt: «Wir stellen fest, dass in der Szene viel Stress herrscht.» Unter Druck sorgen sich die Heroinabhängigen offensichtlich viel weniger darum, die Spritzen fachgerecht zu entsorgen. Das erzeugt Ärger bei den Bewohnerinnen und Bewohnern.

Weshalb die Heroin-Szene im Gebiet der Baselstrasse vermehrt sichtbare Spuren hinterlässt, hat vermutlich auch folgende Gründe: Erstens ist die Drogenprostitution – zwar ziemlich diskret auftretend – nach wie vor im Quartier präsent. Und zweitens gibt es dort noch immer einiges an Drogen zu kaufen, ob auf der Strasse oder in einem der einschlägigen Lokale.

Um das Problem zu entschärfen, hat die Stadt reagiert und zum Beispiel zwei Boxen installiert, wo die Spritzen entsorgt werden können. Maurice Illi, Sicherheitsmanager der Stadt Luzern, sagt: «Diese Behälter werden auch rege benutzt.» Zudem wurde auch das Gespräch mit Liegenschaftsbesitzern gesucht. Dazu Illi: «Es geht auch darum, dass einfache Sicherheitsvorkehrungen, wie das konsequente Abschliessen der Eingangstüre, eingehalten werden.»