«Luzern hilft»: Logo der Stiftung muss kurz und prägnant sein

Der Erlös aus dem Luzerner Fest kommt jeweils sozialen Institutionen zugute – dafür sorgt eine Luzerner Stiftung, die heuer ihren Namen geändert hat. Dies auch, weil der alte Name nicht mehr zeitgemäss sei.

Sandra Monika Ziegler
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Das Luzerner Fest auf dem Schweizerhofquai in Luzern. (Bild: Philipp Schmidli, 30. Juni 2018)

Das Luzerner Fest auf dem Schweizerhofquai in Luzern. (Bild: Philipp Schmidli, 30. Juni 2018)

Hinter dem Luzerner Fest steht die Stiftung «Luzern hilft». Früher nannte sie sich «Luzerner helfen Luzernern» – und das ist auch ihr Daseinszweck: Mit dem Erlös aus dem Luzerner Fest werden soziale Institutionen im Kanton Luzern unterstützt. Dass nun die Stiftung ihren Namen zu «Luzern hilft» verkürzte, ging relativ lautlos über die Bühne.

Bekannt gegeben wurde die Änderung im Zusammenhang mit dem diesjährigen Luzerner Fest (wir berichteten). Doch wieso wurde eine so etablierte Marke geändert? «Diskussion führten wir bereits vor Jahren» «Das wollte die Stiftung schon seit längerer Zeit. Diese Diskussion führten wir bereit vor Jahren. Jetzt haben wir es umgesetzt», sagt Peter Krummenacher, Geschäftsleiter der Stiftung.

«Das Logo Luzerner helfen Luzernern ist ein absoluter Zungenbrecher und bezieht sich nur auf die männliche Bevölkerung.»

Die Herzrondelle mit neuem Logo kam erstmals dieses Jahr zum Einsatz. «Luzerner helfen Luzernern» sei ein absoluter Zungenbrecher gewesen und oft auch falsch geschrieben worden, sagt Krummenacher und fügt an: «Auch bezieht sich das alte Logo nur auf die männliche Bevölkerung. Das entspricht nicht mehr der heutigen Zeit, wir wollen alle Luzernerinnen und Luzerner ansprechen.» Der Name «Luzern hilft» tue dies, so Krummenacher, er sei kurz und prägnant.

Dass der Namenswechsel gegen aussen nicht gross kommuniziert wurde, begründet Krummenacher damit, dass die Stiftung im Hintergrund agiere und nicht in der Öffentlichkeit: «Etwa zweimal im Jahr wird die Stiftung im Zusammenhang mit dem Luzerner Fest und dem Verteilen des Erlöses in den Medien erwähnt, mehr nicht.»

Der Bezug zum alten Namen besteht weiterhin

Zudem habe man ja bewusst das Herz im Logo behalten und auch das Wort «helfen» komme weiterhin vor. Es bestehe noch der Bezug zum alten Namen. Die Namensänderung sei in der Stiftung übrigens einstimmig erfolgt. Dass mit dem kurzen Logo der direkte lokale Bezug verloren gehen könnte, sieht Krummenacher nicht: «In unserer Organisation ist klar definiert, wen wir in Luzern und Umgebung unterstützen. Das sind soziale Organisationen, aber nicht Private. Wir bekommen Anfragen und entscheiden dann, wen wir mit wie viel Geld unterstützen.» Wer eine Herzrondelle kaufe, wisse genau, dass es für einen guten regionalen Zweck sei. Die Reaktionen auf den Namenswechsel seien durchwegs positiv gewesen, er komme gut an und der lokale Bezug sei gewährleistet.

Dass bei Facebook eine Gruppe mit dem Namen «Luzerner helfen Luzernern» seit Juli besteht, ist der Stiftung bekannt. Doch Krummenacher betont: «Mit dieser Seite haben wir nichts zu tun, weder direkt noch indirekt.» Der Name sei irreführend und werde auch mit der Stiftung in Verbindung gebracht, deshalb werde mit den Betreibern Kontakt aufgenommen, so Krummenacher.

Dies umso mehr, weil die Gruppe unlängst in Verruf geraten ist intransparent mit den Spenden umgegangen zu sein. Und erst Mitte September wurde bekannt, dass sich innerhalb der Gruppe deswegen ein Widerstand gegen den Gründer der Seite formierte und ein wüster Streit ausbrach.