LUZERN: Historisches Museum wird zum Ort der Sagen

Das Historische Museum wird zur Sagenmaschine. Zwei Sonderausstellungen vom 15. März bis am 8. September 2013 zeigen Objekte aus der Museums-Sammlung, deren Hintergründe unbekannt sind. Und es werden Geschichten erzählt, die vielleicht wahr, vielleicht erfunden sind.

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Das Historische Museum Luzern. (Bild: PD)

Das Historische Museum Luzern. (Bild: PD)

Mit den zwei Sonderausstellungen werde das ganze Museum zum unsicheren Ort der Sagen, erklärte das Historische Museum Luzern. Die eigens für diese Schau konstruierte Sagenmaschine ist dabei das visuelle Sagenzentrum. Sie produziert unzählige Kurzsagen - je nachdem, wie sie von den Gästen mit Stichworten zum Fabulieren gebracht wird.

Eine Augen- und Gedankenweide seien die ganz persönlichen Sagen, die der Luzerner Maler Karl Friedrich Schobinger (1879-1951) mit seinen Zeichnungen erzählt habe, heisst es weiter. Er litt an Asthma und konnte nächtelang nicht schlafen. Dabei schuf er seine ganz persönliche Sagenwelt.

Im Schaudepot des Museums werden Geschichten erzählt, die verunsichern, weil nicht klar ist, ob sie wahr oder erfunden sind. Gäste werden zu Objekten geführt, deren Geschichten korrekt sind, weil man sie im Detail kennt. Und zu solchen, die ganz oder teilweise erfunden sind.

Auf der Theatertour "Das Meisterli erzählt" werden Schauspielerinnen und Schauspieler zu redseligen Geschichtenerzähler, die mittelalterliche Sagen mit Urban Legends verspinnen - bis auch die letzte Wahrheit in Frage gestellt wird.

Die Sonderausstellungen im Historischen Museum gehören zum Kulturprojekt "sagenhaft" der Albert Koechlin Stiftung (AKS), das in der ganzen Innerschweiz rund 30 Produktionen vereinigt.

sda