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LUZERN: Hitzewochenende beschert den Badis Rekordzahlen

Die Schattenplätze in den Badis sind heiss begehrt. Auch die Spitäler melden Hochkonjunktur, aber nicht wegen der Hitze.
Im Kinderplanschbecken in der Tribschenbadi herrschte gestern Hochbetrieb, auch Robin gönnte sich eine Abkühlung. (Bild Philipp Schmidli)

Im Kinderplanschbecken in der Tribschenbadi herrschte gestern Hochbetrieb, auch Robin gönnte sich eine Abkühlung. (Bild Philipp Schmidli)

Alexander von Däniken

Die Luft wabert vor dem Strandbad Tribschen, das Thermometer zeigt 36 Grad im Schatten. Vor der Kasse hat sich eine Schlange gebildet; es ist Sonntagnachmittag. Die Schattenplätze unter den Bäumen sind ausnahmslos belegt. Ein Platz wird frei. Franziska Wermelinger (64) aus Luzern packt ihr Badetuch ein. «Ich war schon morgens um 10 Uhr da. Zu dieser Zeit hatte es noch nicht so viele Leute.» Im Schatten sei es auch dank leichter Brise angenehm kühl und das Wasser erfrischend, «obwohl es wohl wärmer als die angegebenen 22 Grad ist». Viele Senioren und Familien sind in der Badi und machen nach und nach jüngeren Besuchern Platz. Auch Stand-up-Comedian Johnny Burn (36) freut sich auf die Abkühlung im See am bisher wärmsten Wochenende der Saison.

Alle Sonnenschirme vergeben

In der ganzen Region sind dieses Wochenende Tausende Badefans an Seen und Bassins geströmt. Marcel Wiesler, Geschäftsleiter des Strandbads Lido Luzern, spricht von einem «Rekordwochenende dieses Jahr». Am Samstag seien über 4000 Eintritte verzeichnet worden, am Sonntag gegen 5000.

Monika Wyss, Kassiererin in der Badi Nebikon, schätzt, dass am Samstag 1800 und gestern über 2000 Gäste vor Ort waren. «Das ist sicher einer der Rekordtage.» Selbst die Sonnenschirme waren alle vergriffen. «Aber die Gäste sind sehr verständnisvoll.» Unfälle habe es keine gegeben. «Es läuft sehr gut», sagt auch Jacqueline Andres vom Parkbad in Kriens: «Heute Sonntag sind rund 3000 Besucher gekommen.» Das sei zwar noch kein Rekordtag, dennoch sei man sehr zufrieden. Einen Rekordtag meldet hingegen Sarah Rosovski vom Seebad Sempach: «Heute Sonntag sind es über 3000 Eintritte, so viele wie noch nie.» Auch am Samstag sind gegen 2500 Eintritte verzeichnet worden. «Über mangelnde Arbeit können wir uns nicht beschweren.»

Gegen Hitze gut gerüstet

Trotz der grossen Hitze scheinen die Sonnenanbeter gegen gesundheitliche Probleme gut gewappnet zu sein. Ulrich Jacobsen, Facharzt für Allgemeinmedizin in der Permanence Luzern: «Wir haben zwar dieses Wochenende zwischen 20 und 30 Prozent mehr Patienten als üblich. Das ist aber auf kleinere Unfälle zurückzuführen, die passieren, wenn die Leute mehr draussen sind. Hitzebedingte Fälle wie Kreislaufkollaps hatten wir keine. Höchstens einzelne Patienten mit Symptomen einer Sommergrippe.»

Auch das Kantonsspital Uri stellt zwar mehr Patienten fest, aber nicht wegen der Hitze, wie die diensthabende Ärztin Brigitte Brunner auf Anfrage erklärte: «Reine hitzebedingte Fälle hatten wir nur zwei. Die Leute verhalten sich vorbildlich.» Wie an solch heissen Tagen üblich, steige hingegen die Zahl der Patienten, die wegen Lungen-, Nieren- oder Herzproblemen schon vorbelastet seien. Die Medienstelle des Luzerner Kantonsspitals war gestern, trotz vorheriger gegenseitiger Vereinbarung, nicht erreichbar.

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