LUZERN: Höhere Hürden für Schnupperlehren

Eignungstests gehören bei der Lehrstellensuche schon fast zum Pflichtprogramm. Nun werden zunehmend auch Schnupperlehrlinge vorselektioniert.

Robert Knobel/Neue Lz
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Schülerinnen aus der Kanti und Sek schnuppern im April Technikluft am Technikum in Horw. Dieses verfolgt das Ziel, mehr weibliche Studentinnen anzulocken. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Schülerinnen aus der Kanti und Sek schnuppern im April Technikluft am Technikum in Horw. Dieses verfolgt das Ziel, mehr weibliche Studentinnen anzulocken. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Wer bei Coop eine einwöchige Schnupperlehre machen will, muss zuerst einen Eignungstest absolvieren. In Fachkreisen beobachtet man diese Entwicklung im Kanton Luzern kritisch und fragt sich, wie lange die Jugendlichen denn überhaupt noch unkompliziert in einem Beruf schnuppern können.

Es gibt spezialisierte Firmen, die solche Tests - unter anderem kostenpflichtig - anbieten. Sie haben zum Ziel, die schulischen Leistungen und die Eignung für den Beruf genauer abzubilden als es ein klassisches Schulzeugnis tut. Bei der Bewerbung für eine Lehrstelle sind solche Tests in vielen Berufen bereits Pflicht.

Mehr Aufwand für Firmen

Bei der Luzerner Dienststelle Berufs- und Weiterbildung heisst es auf Anfrage, dass die «klassische», also niederschwellige Schnupperlehre nach wie vor wichtig sei. Victor Jans, Betrieblicher Ausbildungsberater bei der Dienststelle sagt, dass die Berufsfindung auch für die Firmen aufwändiger geworden sei. «Da kann es durchaus sein, dass man jemanden gar nicht erst zur Schnupperlehre zulässt, wenn man ihn später ohnehin nicht anstellen würde.»

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