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LUZERN: Hunde heissen am häufigsten wie die Göttin des Mondes

Über 20 000 Hunde sind im Kanton registriert. Neben der Rasse sind auch die Namen aufgeführt. Da­- bei zeigt sich: Die Halter sind ganz schön kreativ.
Niels Jost
So wie der Name des kurzhaarigen Lagottos Juri (im Bild auf der Luzerner Allmend), sind im Kanton Luzern weitere 20'460 Hundenamen registriert. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

So wie der Name des kurzhaarigen Lagottos Juri (im Bild auf der Luzerner Allmend), sind im Kanton Luzern weitere 20'460 Hundenamen registriert. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Luna, Kira, Rocky: Das sind die beliebtesten Hundenamen im Kanton Luzern. Dies geht aus der schweizerischen Datenbank Amicus hervor, in der alle Hunde registriert sind (siehe Tabelle). Im Kanton Luzern sind das rund 20 460 – demnach besitzt im Schnitt gut jeder Zwanzigste einen Vierbeiner. Erstaunlich ist dabei, dass die populärsten drei Namen im Verhältnis nur in tiefer Anzahl vorkommen. So hören auf den Spitzenreiter der Hundenamen, Luna, nur gerade 309 Vierbeiner. Luna (lateinisch für Mond) war in der römischen Mythologie die Göttin des Mondes. Kira heissen 172 Hunde und Rocky 165. Abgeschlagen sind wiederum weitere klassische Hundenamen: Bello kommt nur 40-mal vor, Fido 19-mal. Statistisch erfasst sind in der Datenbank rund 9400 Namen.

Von Ferrari bis Elvis

Was bei den Hundenamen ebenso auffällt: Die meisten sind zweisilbig, und kaum einer hat mehr als fünf Buchstaben. Das hat einen guten Grund: «Hunde hören auf kurze Namen, besonders auf solche, die mit einem I, einem Y oder einem J enden. Ausschlaggebend ist dabei der Stimmlaut, also welchen Buchstaben man beim Aussprechen betont», weiss Esther Furrer, Geschäftsleiterin der Tierpension Furrer in Schachen. Je kürzer der Name und je prägnanter die Betonung, desto besser können Hunde den Befehl wahrnehmen.

Demzufolge ist zum Beispiel auch der Name Ferrari durchaus geeignet für einen Hund – auch wenn dieser Name für einige wohl etwas gewöhnungsbedürftig sein mag. Aber: Zwei Vierbeiner werden im Kanton Luzern tatsächlich so genannt, wie die Statistik verrät. Weitere aussergewöhnliche Namen sind etwa Elvis (16 Hunde), Romeo (14), Whisky (8), Idefix (7), Shakira (6), Earl Grey (1) oder Dr. Doolittle (1). Und natürlich haben sich die Besitzer auch von Hollywood inspirieren lassen, etwa von der Hundeheldin aus der Kultserie «Lassie»: Auf diesen Namen hören fünf Vierbeiner im Kanton.

Doch nicht nur der Name des Hundes, sondern auch jener des Besitzers ist in der Datenbank registriert. Diese Registrierungspflicht gilt seit 2007. Auch das Geschlecht, das Geburtsdatum und die Rasse werden erhoben. Dafür implantiert ein Tierarzt den Tieren einen Mikrochip. Hundehalter sind zudem dazu verpflichtet, einen theoretischen (mindestens vier Stunden) und einen praktischen Kurs zu absolvieren, um den Sachkundenachweis zu erlangen.

Für Katzen und andere Haustiere gibt es im Kanton Luzern keine Registrierungspflicht. Deshalb lässt sich auch nicht genau sagen, wie viele es gibt – oder wie sie alle heissen. Trotzdem chippen viele Besitzer ihre Liebsten. Die Daten landen dann bei der Identitas AG aus Bern, die auch die Amicus-Hundedatenbank betreibt. Auf Anfrage heisst es, dass im Kanton Luzern rund 12 300 Katzen registriert sind.

Labradore gibts am meisten

Zurück zu den Hunden: Auch was die Rasse betrifft, haben die Luzerner offenbar einen klaren Favoriten – den Labrador. Knapp 1800 Tiere gehören zu dieser englischen Hundeart. Einen möglichen Grund für deren Beliebtheit nennt Esther Furrer: «Der Labrador ist ein Familienhund», sagt sie. «In der Regel sind sie dem Menschen gegenüber freundlich und neugierig. Zudem ist ihr Jagdtrieb nicht sonderlich ausgeprägt.» Auch was ihre Pflege anbelangt, sind sie wegen ihrer kurzen Haare unkompliziert, sagt Furrer.

Die zweitbeliebteste Rasse ist eigentlich gar keine eigene, sondern es handelt sich um Mischlinge (1166). Auf Platz drei liegt der Appenzeller Sennenhund (1088), auf Platz vier die Rasse Chihua­hua (941). Auch das überrascht Esther Furrer nicht: «Chihuahuas sind leicht zu erziehen und zu pflegen. Weil sie sehr klein sind, brauchen sie zudem nicht viel Platz und Futter.»

Zentralschweiz: Gleiche Namen

Übrigens: Die beliebtesten Hundenamen sind auch in den anderen Zentralschweizer Kantonen beinahe identisch mit jenen in Luzern. Ein augenfälliger Unterschied ist etwa der Name Bäri, der im Kanton Zug nur gerade achtmal vorkommt (bei insgesamt 4536 Hunden). In Luzern gibt es immerhin 111 Bäris.

Niels Jost

Bild: Grafik Neue LZ

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