LUZERN: Im Hirschpark gedeiht der Nachwuchs

Luzerns Platzhirsch Muck ist im Hirschpark für die Zucht des Nachwuchses verantwortlich. Er erfüllt seine Pflichten mit Bravour.

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Der Hirschpark Luzern hat fünf junge Rothirsche. Sie sind an ihren weissen «Bambi-Punkten», die sie nach einigen Monaten verlieren, gut zu erkennen. (Bild Pius Amrein)

Der Hirschpark Luzern hat fünf junge Rothirsche. Sie sind an ihren weissen «Bambi-Punkten», die sie nach einigen Monaten verlieren, gut zu erkennen. (Bild Pius Amrein)

Der 65 Aren grosse Hirschpark im Friedental blüht auf. Nicht nur in finanziellen Belangen konnte das Gehege wieder ein Plus verbuchen, sondern auch punkto Nachwuchs wurde zugelegt. Für den Nachwuchs verantwortlich ist der junge, eher schmächtige, jedoch potente Platzhirsch Muck. Er stammt ursprünglich aus dem Tierpark Langenthal und ist ein reiner Rothirsch mit einem «soliden unauffälligen Charakter», wie ihn Anita Weingartner, Präsidentin Verein Freunde des Hirschparks Luzern, beschreibt. Muck ersetzte den Platzhirsch Nöggi, eine Mischung aus Rot- und Wapitihirsch, der wegen seines aggressiven Verhaltens 2013 den Hirschpark verlassen musste. Fortan war Muck nun der Platzhirsch. Ein «Amt» mit Pflichten. Nach anfänglichen Kontaktschwierigkeiten erlangte der heute dreieinhalbjährige Muck bald die uneinge­schränkte Akzeptanz bei den drei Rothirschdamen. Und so konnte er seine Pflichten in der Brunftzeit mit sichtbarem Erfolg erfüllen. Aktuell sind fünf junge Rothirsche im Park.

Tiere im Hirschpark Luzern. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)
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Tiere im Hirschpark Luzern. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)
Tiere im Hirschpark Luzern. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)
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Tiere im Hirschpark Luzern. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Tiere im Hirschpark Luzern. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

15 Wildtiere im Luzerner Hirschpark

Das erste der fünf Jungtiere erblickte Ende Mai 2015 das Licht der Welt. Drei weitere kamen im Juni dazu. Am 25. August folgte ein weiteres Hirsch-Kitz. Zwei Jungtiere sind männlich und drei weiblich. Die gesamte Rothirschpopulation umfasst 15 Tiere. Auch für diese Jungtiere werden noch Paten gesucht. Eine solche Patenschaft kostet 300 Franken und gilt als Starthilfe ins Leben. Die Patenschaften sind befristet und können auch für Rothirschdamen oder den Platzhirsch abgeschlossen werden. Bei den erwachsenen Tieren kostet dies 800, beim Platzhirsch 1000 Franken pro Jahr.

Musikalische Unterstützung

Der Aufwand für einen Rothirsch (Nahrung, Gehegepflege) wird jährlich mit 3600 Franken berechnet, das sind in etwa 10 Franken pro Tag. Weingartner: «Der Parkbetrieb kostet pro Jahr rund 60 000 Franken. Das müssen die Freunde des Hirschparks mit Spenden, Gönnern und Mitgliederbeiträge berappen.»

Aktuell sind knapp 500 Mitglieder und etwa 250 Gönner dabei. Eine Unterstützung anderer Art bietet das Kammermusikensemble «tacchi alti». Pro gekauf­tes Ticket für das Konzert vom 27. November um 19.30 Uhr im Marianischen Saal Luzern gehen 5 Franken an den Hirschpark. Unter dem Titel «Folksongs» spielt das Ensemble Volksmusik aus aller Herren Ländern. Weingartner: «Hirsche und Musik haben eine alte Tra­dition und bereits Urvölker miteinander verbunden.»

Der Hirschpark Luzern ist aber nicht einfach nur ein Tiergarten, sondern auch ein beliebter städtischer Freizeitort. Besonders attraktiv sei der neu erstellte Trampelpfad, der zum obersten Beobachtungspunkt führt, so Anita Weingartner. Ganz prominenten Besuch erhält der Park am 2. Dezember: Denn ab 16 Uhr ist dort der Samichlaus.

Sandra Monika Ziegler

Weitere Infos unter www.hirschpark-luzern.ch

Hirsche: Weitere Bilder von Muck und seinem Nachwuchs auf www.luzernerzeitung.ch/bilder