LUZERN: Im Schnell-Studium auf die Kanzel

Was tun gegen den Pfarrermangel? Die Reformierten wollen mit Quer­einsteigern Abhilfe schaffen.

Robert Knobel
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Quereinsteiger sollen bei den Reformierten auf die Kanzel (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Quereinsteiger sollen bei den Reformierten auf die Kanzel (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Nicht nur die katholische, sondern auch auch die reformierte Kirche hat mit dem Pfarrermangel zu kämpfen. Das Ausbildungskonkordat der reformierten Landeskirchen der Deutschschweiz will darum künftig auch auf Quereinsteiger setzen. Diese sollen mit einem verkürzten Theologiestudium zum Pfarrer-Job kommen. Die Reformierten in Luzern, Zug, Nidwalden und Uri stützen diese Pläne. Es handle sich nicht um eine «Schnellbleiche». Vielmehr könne sogar von Vorteil sein, wenn Leute aus ganz anderen Berufen frischen Wind in die Kirche bringen.

Support der Uni Luzern

Überraschenderweise bietet nun die katholische Theologische Fakultät der Uni Luzern Hand. Dekan Markus Ries sagt auf Anfrage, dass er sich den Aufbau eines speziellen, reformierten Ausbildungswegs durchaus vorstellen könne. Denn: «Jeder kann sich immatrikulieren, unabhängig von der Konfession.» Es gibt in Luzern bereits heute eine Art Spezialstudium in Theologie.