LUZERN: Immer mehr Busse und Autos in der Stadt Luzern

Immer mehr Busse, immer mehr Autos: Das geht aus dem neusten Verkehrsbericht hervor. Im Gegenzug kommen immer mehr Stadtluzerner ohne ein Auto aus.

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Der stärkste Verkehrszuwachs in der Stadt Luzern ist nicht beim Individualverkehr, sondern beim öffentlichen Verkehr. Im Bild die Luzerner Seebrücke. (Archivbild Neue LZ)

Der stärkste Verkehrszuwachs in der Stadt Luzern ist nicht beim Individualverkehr, sondern beim öffentlichen Verkehr. Im Bild die Luzerner Seebrücke. (Archivbild Neue LZ)

2012 waren im Kanton Luzern 196'171 Autos immatrikuliert. Das sind 2,6 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Im Schnitt fällt auf jeweils zwei Personen ein Auto. Der stärkste Zuwachs – gemessen am Aufkommen pro Person – ist beim öffentlichen Verkehr zu finden. So sind in der Stadt Luzern 45 Prozent der Pendler mit dem ÖV unterwegs, 41 Prozent benützen das Auto, der Rest ist zu Fuss oder auf dem Velo unterwegs.

Der Anteil an autofreien Haushalten stieg in der Stadt Luzern zwischen 2005 und 2010 von 37 auf 42 Prozent und in der Agglo von 17 auf 21 Prozent. Zudem teilen sich immer mehr Familien und Nachbarn im Kanton Luzern ein Auto.

Mobilität nimmt zu

Der Bericht zeigt, dass jede fünfte Person im Kanton Luzern entweder ein Generalabonnement oder ein Abonnement des Tarifverbunds Passepartout besitzt. In der Stadt Luzern haben 35 Prozent ein Abo, in ländlichen Gebieten sind es elf Prozent. Nicht nur immer mehr Busse und immer mehr Autos fahren in der Stadt Luzern, auch die Pendlerströme nehmen laufend zu. Denn: Während im Jahr 2000 noch 67 Prozent der Erwerbstätigen in der Stadt Luzern wohnten und arbeiteten, ist dieser Anteil bis 2011 auf 51 Prozent gesunken. Die Auswertung zeigt auch, dass 65 Prozent der Arbeitnehmer im Kanton Luzern über einen Gratis-Parkplatz am Arbeitsort verfügen.

Der Bericht «Monitoring Gesamtverkehr Luzern» wurde von der Stadt, dem Kanton und dem Verkehrsverbund Luzern in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern – Wirtschaft erarbeitet. Die Verkehrskennzahlen gehen auf die Jahre 2010, 2011 und 2012 zurück und dienen der Festlegung und Beurteilung von verkehrspolitischen Zielen und für die Planung zukünftiger Verkehrsmassnahmen.

Hinweis:
Der ganze Bericht auf www.vif.lu.ch/index/mobilitaet.htm

pd/rem