LUZERN: Immer mehr Delikte bleiben ungeklärt

Die Aufklärungsquote von Delikten gegen das Strafgesetz sinkt seit Jahren. Grund ist unter anderem fehlendes Geld, sagt der Kommandant der Luzerner Polizei.

Christian Hodel
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Die Aufklärungsquote der Luzerner Polizei sinkt. (Bild: Neue LZ)

Die Aufklärungsquote der Luzerner Polizei sinkt. (Bild: Neue LZ)

Genau 24 519 Verstösse gegen das Strafgesetz hat die Luzerner Polizei letztes Jahr verzeichnet – dazu gehören etwa Tötungsdelikte, Körperverletzung, aber auch Diebstahl, Raub oder Sachbeschädigung. Aufgeklärt wurde aber nur ein Bruchteil davon, nämlich 27,6 Prozent. Diese Zahl ist deutlich tiefer als noch vor einem Jahr oder gar vor zwei Jahren. Seit 2009 sinkt die Aufklärungsquote stetig.

Beat Hensler, Kommandant der Luzerner Polizei, kann diesen Trend nicht abschliessend erklären. «Ein Grund ist sicher, dass sich in den letzten Jahren einfache Diebstähle gehäuft haben oder vermehrt zur Anzeige kamen», sagt er. Auch sind in den letzten Jahren laut Hensler vermehrt sogenannte Kriminaltouristen in Luzern unterwegs gewesen. Also Diebesbanden, die Einbrüche verüben und das Land danach wieder verlassen. «Auch bei diesen Delikten sind die Täter unbekannt, nach der Tat schnell über alle Berge und für uns unauffindbar.»

Abwärtstrend nur in Luzern

Mit seiner Aufklärungsquote liegt Luzern genau im Schweizerischen Durchschnitt. Die meisten umliegenden Kantone, aber auch von der Grösse her vergleichbare Kantone wie St. Gallen, weisen wesentlich höhere Quoten auf. Auch mit dem stetigen Abwärtstrend steht Luzern ziemlich alleine da.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen LZ und im E-Paper.

Andere Kantone sind erfolgreicher

ZENTRALSCHWEIZ chh. Bei den Straftaten, die das Strafgesetzbuch (StGB) betreffen, liegt die durchschnittliche Aufklärungsquote in der Schweiz bei 27,2 Prozent. Luzern liegt damit knapp über dem nationalen Schnitt. Die übrigen Zentralschweizer Kantone klären hingegen teils deutlich besser auf. Sie erreichten 2012 folgende Aufklärungsquoten:

Obwalden: 47 Prozent
Schwyz: 41,5 Prozent
Nidwalden: 29,3 Prozent
Zug: 29 Prozent
Uri: 18 Prozent