LUZERN: Immer mehr Lehrer suchen Hilfe

Die Beratungsstelle der Dienststelle für Volksschulbildung bietet Lehrern Unterstützung. Oft haben diese Probleme mit Eltern.

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Für sie sind die Sorgen - und die Freuden - des Schulalltags zu Ende: Lehrerinnen und Lehrer feiern am 25. Juni 2014 in Meggen ihre Pensionierung. (Archivbild / Pius Amrein)

Für sie sind die Sorgen - und die Freuden - des Schulalltags zu Ende: Lehrerinnen und Lehrer feiern am 25. Juni 2014 in Meggen ihre Pensionierung. (Archivbild / Pius Amrein)

Insgesamt 277 Lehrpersonen haben letztes Jahr die Beratungsstelle der Dienststelle für Volksschulbildung (DVS) aufgesucht – das sind so viele wie noch nie. In den Beratungsgesprächen mit Lehrkräften und Schulleitern wird deutlich, dass Schwierigkeiten in der Elternarbeit öfters eine zentrale Rolle spielen.

Olivier Prince, Rektor an der Volksschule Ebikon, bestätigt das Phänomen. «Es ist tatsächlich so, dass die Bandbreite der Probleme deutlich zunimmt, nicht zuletzt auch, weil Eltern sich uneinsichtig zeigen oder Leistungsdefizite ihrer Kinder nicht wahrhaben wollen.» Sorgen macht ihm folgende Entwicklung: Er stellt fest, dass junge Lehrpersonen hoch motiviert ins Berufsleben einsteigen, aber teilweise bereits nach drei, vier Jahren komplett ausgebrannt sind.

Auch in anderen Kantonen besteht eine hohe Nachfrage nach Lehrerberatungen – auch wenn sich die Zahlen aufgrund der Unterschiedlichkeit der Angebote nicht direkt vergleichen lassen.

Pascal Imbach