LUZERN: Immer mehr schwierige Fälle im Kantonsspital

Hunderte Patienten pro Jahr werden aus anderen Spitälern ins Luzerner Kantonsspital überwiesen. Auch wenn der Anstieg erwünscht ist: Lohnend ist die Entwicklung fürs Kantonsspital kaum.

Alexander von Däniken
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Blick aus der Luft auf das Luzerner Kantonsspital mit dem Bettenhochhaus am Hauptstandort in der Stadt Luzern. (Bild René Meier)

Blick aus der Luft auf das Luzerner Kantonsspital mit dem Bettenhochhaus am Hauptstandort in der Stadt Luzern. (Bild René Meier)

Ist die Behandlung oder ein Eingriff für ein Spital in der Region zu komplex, wird der Patient an das Luzerner Kantonsspital (Luks) überwiesen. Solche Überweisungen schwieriger Fälle nehmen zu, wie das Luks auf Anfrage der «Neuen Luzerner Zeitung» bestätigt – 1500 waren es jeweils in den vergangenen beiden Jahren.

Die Überweisungen sorgen in Bern für heisse Köpfe. Anders in Luzern, wo diese Entwicklung – auch wenn sie nicht sonderlich lukrativ ist – gewünscht ist, weil das Luks die Rolle eines Zentrumsspitals habe.

Guido Schüpfer, Leiter Stab Medizin des Luzerner Kantonsspitals kann nicht beziffern, ob dadurch Defizite entstehen und wie gross diese sind, könne er nicht beziffern: «Wir drehen nicht jeden Franken um. Einmal verlieren wir an einer Überweisung, einmal verdienen wir daran.»