LUZERN: In der Perler Unterallmend hat die Natur Vorrang

Im Naturschutzgebiet Unterallmend fühlen sich nicht nur Ringelnattern und Sumpfschrecken wohl. Deshalb bittet der Kanton die Besucher, gewisse Regeln einzuhalten.

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Sumpfschrecken im Naturschutzgebiet Perler Unterallmend sollen geschützt werden. Rechts: die neuen Info-Tafeln. (Bilder: PD)

Sumpfschrecken im Naturschutzgebiet Perler Unterallmend sollen geschützt werden. Rechts: die neuen Info-Tafeln. (Bilder: PD)

«Die hier lebenden Tiere sind störungs- und die Pflanzen trittempfindlich. Wir bitten Sie, nicht entlang des Förndlibaches und über die Schutzflächen zu gehen. Bleiben Sie auf den befestigten Wegen und führen Sie die Hunde an der Leine». Das heisst es auf neuen Hinweis-Tafeln, welche die Dienststelle Landwirtschaft und Wald des Kantons Luzern im Naturschutzgebiet Perler Unterallmend in Root installiert hat. Damit will der Kanton die Besucher auf den Wert des Naturschutzgebiets aufmerksam machen.

Die Unterallmend ist eines der letzten Flachmoore im Luzerner Mittelland und dient viele gefährdeten Pflanzen und Tieren als Lebensraum. Das Moor zeichnet sich laut Mitteilung durch einen besonders hoch liegenden Grundwasserspiegel aus. Eine besondere Bedeutung hätten die Schwemmriede. Dabei handelt es sich um Pflanzenbestände, die bei hohem Grundwasserstand geflutet werden. Sie bilden mit den angrenzenden Pfeifengraswiesen ein einzigartiges Mosaik. Am Rande des Flachmoors fliesst der Förndlibach (siehe Grafik), ein Beispiel für ein Fliessgewässers, das vom Grundwasser gespeist wird.

pd/rem

Schutzperimeter der Perler Unterallmend. (Bild: PD)

Schutzperimeter der Perler Unterallmend. (Bild: PD)

Auch die ungiftige Ringelnatter ist im Naturschutzgebiet heimisch. (Bild: PD)

Auch die ungiftige Ringelnatter ist im Naturschutzgebiet heimisch. (Bild: PD)