LUZERN: Industriestrasse: Stadt ruft zum Dialog

Gemeinsam mit den für die Entwicklung des Areals «Industriestrasse» relevanten Gruppen will die Stadt den Anforderungskatalog an Trägerschaft und Bauprojekt formulieren. So soll die Grundlage geschaffen werden, die städtischen Grundstücke in einem späteren Schritt an gemeinnützige Bauträger vergeben zu können.

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Blick auf das Areal «Industriestrasse». Rechts im Bild Künster Davix, der seit über zehn Jahren hier arbeitet und sich für die Initative stark gemacht hat. (Bild: Roger Gruetter / Neue LZ)

Blick auf das Areal «Industriestrasse». Rechts im Bild Künster Davix, der seit über zehn Jahren hier arbeitet und sich für die Initative stark gemacht hat. (Bild: Roger Gruetter / Neue LZ)

Der Text der Initiative «Ja zu einer lebendigen Industriestrasse», die in der Volksabstimmung im September letzten Jahres angenommen wurde, besagt, dass die Stadt ihr Areal an der Industriestrasse einem gemeinnützigen Wohnbauträger im Baurecht abgeben müsse. Die weitere Auslegung der Anregungsinitiative sei offen, schreibt die Stadt in einer Medienmitteilung.

Weiter heisst es dort, dass man im Dezember 2012 einen runden Tisch mit Vertretern der Fraktionen des Grossen Stadtrates sowie den Initianten durchgeführt habe. Die Diskussion hätte allerdings deutlich gemacht, dass die Vorstellungen betreffend die Umsetzung der Initiative sehr unterschiedlich sind.

Gemeinsam Anforderungskatatlog formulieren

Dieser Umstand habe die Stadt nun veranlasst, einen «partizipativen Prozess» zu starten. Die Initianten, die Nachbarn sowie Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen, der Wohnbaugenossenschaften, des Quartiervereins, der Kultur und des Gewerbes sollen gemeinsam in die Formulierung eines Anforderungskatatlogs einbezogen werden. Er wird von der «Hochschule Luzern – Technik und Architektur» und der «Hochschule Luzern – Soziale Arbeit» im Auftrag der Stadt Luzern durchgeführt.

In einer ersten Phase würden die relevanten Gruppen ermittelt und in Vorgesprächen deren Bereitschaft zu einer Mitwirkung geklärt. Im Frühjahr 2013 soll ein erster runder Tisch stattfinden, an dem der Frage nachgegangen werden soll, welche Interessen die Gruppen verfolgen und welche Ansprüche sich daraus für ein zukünftiges Projekt ergeben.

Ziel des Verfahrens sei, gemeinsam Anforderungen an eine Trägerschaft und an das Bauprojekt zu formulieren und so die Grundlage zu schaffen, die städtischen Grundstücke in einem späteren Schritt an gemeinnützige Bauträger vergeben zu können, so die Stadt.

pd/kst