LUZERN: «Initiative fokussiert zu stark auf Sonnenenergie»

Die Jungen Grünen der Stadt Luzern fordern in einer Initiative, dass Flachdächer besser genutzt werden. Der Luzerner Stadtrat lehnt diese ab.

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Die Jungen Grünen bei der Übergabe der Flachdachinitiative vor einem Jahr. (Bild: PD)

Die Jungen Grünen bei der Übergabe der Flachdachinitiative vor einem Jahr. (Bild: PD)

Die Politiker verlangen mit ihrer Initiative «Sonne auf Luzerner Dächern», dass Flachdächer in der Stadt Luzern künftig begrünt werden, mit einer Solaranlage versehen werden oder als Terrasse begehbar sein sollen. Ungenutzte Flachdächer sollten zur Steigerung der Lebensqualität zur Verfügung gestellt werden, so die Grünen. Die Initiative wurde vor einem Jahr mit 960 Unterschriften eingereicht.

Der Luzerner Stadtrat lehnt die Initiative ab. Sie fokussiere zu stark auf die Sonnenenergie, so der Stadtrat in einer Mitteilung vom Montag. Von der Initiative nicht erfasst sind Gebäude mit Schrägdächern und mit weiteren geeigneten Flächen wie Fassaden oder Brüstungen. Zudem fokussiere die Initiative auf jene Flachdächer, die gemäss Solarkataster zu den 75 Prozent am besten geeigneten zählen. Das wäre eine Ungleichbehandlung mit Hausbesitzern, die nicht zu diesen 75 Prozent gehören. Zudem könne die Initiative wie gefordert nicht per sofort umgesetzt werden, da es dazu eine Änderung der Bau- und Zonenordnung brauche.

Im Rahmen seiner Energie- und Klimapolitik setzt der Stadtrat sowohl auf die erneuerbaren Energien, als auch auf die Energieeffizienz. Es soll den Bauträgern überlassen werden, mit welchen erneuerbaren Energienutzungen sie ihre Häuser ausstatten, so der Stadtrat weiter.

Der Grosse Stadtrat wird am 18. Dezember über die Initiative befinden. Die Volksabstimmung findet voraussichtlich am 8. März statt.

pd/rem