LUZERN: Initiative gegen Ausbremsen des Autoverkehrs

In der Stadt Luzern soll der Autoverkehr nicht weiter zugunsten von Bussen, Velos und Fussgängern eingeschränkt werden. Die SVP der Stadt Luzern hat als Antwort auf die Mobilitätsstrategie des Stadtrats am Osterwochenende eine entsprechende Volksinitiative lanciert.

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Autos im Stau sind der SVP ein Dorn im Auge. Deshalb lanciert sie die Initiative «Für einen flüssigen Verkehr». (Bild: Archiv Neue LZ)

Autos im Stau sind der SVP ein Dorn im Auge. Deshalb lanciert sie die Initiative «Für einen flüssigen Verkehr». (Bild: Archiv Neue LZ)

Die Initiative «Für einen flüssigen Verkehr» verlangt eine Änderung des städtischen Mobilitätsreglements, wie die SVP Stadt Luzern mitteilte. Die Partei fordert, dass der Anteil des öffentlichen Verkehrs sowie des Fuss- und Veloverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen erhöht wird, ohne dass die Mobilität insgesamt und der motorisierte Individualverkehr eingeschränkt werden.

Der Rückbau von Parkplätzen, die Verkleinerung der Strassenfläche und Massnahmen wie Temporeduktionen und Abbiegeverbote führten dazu, dass der wachsende Verkehr nicht mehr aufgenommen werden könne, heisst es in der Mitteilung. Ein Wachstum müsse auch beim motorisierten Individualverkehr möglich sein, denn zahlreiche Bürger wie zum Beispiel Handwerker und Lieferanten seien aus beruflichen Gründen auf ein Auto angewiesen.

Die Sammelfrist für die Initiative läuft bis am 18. Juni 2014. Nötig für das Zustandekommen sind 800 Unterschriften.

Die Stadtregierung hatte Anfang April ihre Mobilitätsstrategie bis 2035 präsentiert. Sie will den öffentlichen Verkehr sowie den Fuss- und Veloverkehr fördern und die Infrastruktur dazu ausbauen. Die Zahl der Autos in der Stadt soll langfristig nicht mehr weiter zunehmen.

Der Anteil des motorisierten Individualverkehrs am Gesamtverkehr soll bis 2020 von 41 auf 36 Prozent sinken. Der Stadtrat will diesen punktuell einschränken, damit etwa öffentliche Busse besser zirkulieren können.

(sda)