LUZERN: Investitionen über 10 Millionen für Abwärmenutzung

Aus der Abwärme der Swiss Steel AG im Littauer Boden könnte viel Energie gewonnen werden. Dieses Ziel verfolgen das Stahlunternehmen und die Fernwärme Luzern AG. Dazu soll eine Energiezentrale entstehen – die Verträge sind unterzeichnet.

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Stahlbearbeitung (unser Archivbild zeigt einen Arbeiter im Walzwerk von Swiss Steel) ist ein Geschäft mit viel Hitze. Diese soll nun wieder zu Strom werden. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Stahlbearbeitung (unser Archivbild zeigt einen Arbeiter im Walzwerk von Swiss Steel) ist ein Geschäft mit viel Hitze. Diese soll nun wieder zu Strom werden. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Die Swiss Steel AG und die Fernwärme Luzern AG haben einen Vertrag über die Lieferung von Abwärme in das Fernwärmenetz Emmen Luzern unterzeichnet. Die Fernwärme Luzern AG plant die Errichtung einer Energiezentrale im Littauer Boden, um die Abwärme der Swiss Steel nutzen zu können.

Bereits im April 2012 vereinbarten EWL, Swiss Steel, die Stadt und der Kanton Luzern sowie die Gemeinde Emmen die Nutzung der Abwärme im Stahlwerk im Littauer Boden einer genauen Prüfung zu unterziehen. Ziel war die Nutzung zur Dampfproduktion und Verstromung, sofern dies technisch machbar und ökonomisch sinnvoll sei. Studien haben aufgezeigt, dass eine Dampflösung technisch sehr aufwendig, risikoreich und teuer ist. Die Idee wurde, auch wegen der veränderten Situation auf dem Energiemarkt, nicht weiter verfolgt.

Eine Abwärmenutzung ohne Dampfproduktion wurde jedoch weiterentwickelt und konkretisiert. Für die Gewinnung von 7500 Megawattstunden Abwärme sind auf dem Werkareal von Swiss Steel Investitionen von 1,3 Millionen Franken für die Wärmeauskopplung erforderlich. Die Energiezentrale kostet voraussichtlich 9 Millionen Franken.Generell will die Fernwärme Luzern AG in den kommenden Jahren über 90 Millionen Franken investieren.

red/cv/chg