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LUZERN: Ist der Massen-Gentest erfolglos?

Die Fahndung nach dem Täter, der im Sommer in Emmen eine junge Frau brutal vergewaltigt hatte, bleibt laut einem Bericht der SRF-Sendung «Rundschau» trotz DNA-Massentest erfolglos. Die Staatsanwaltschaft widerspricht.
Am 21. Juli 2015 wurde auf dem Dammweg in Emmen eine 26-jährige Frau vergewaltigt. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)

Am 21. Juli 2015 wurde auf dem Dammweg in Emmen eine 26-jährige Frau vergewaltigt. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)

Der mutmassliche Täter habe bisher nicht gefunden werden können. Von den 372 aufgebotenen Männern konnten 16 allerdings nicht zum Test erscheinen, berichtet die Sendung «Rundschau» in einer Vorabmeldung.

«Die Tests sind noch nicht abgeschlossen», dementiert Simon Kopp, Sprecher der Staatsanwaltschaft Luzern, auf Anfrage von Luzernerzeitung.ch den Bericht der «Rundschau». Deshalb liegen noch keine Resultate bezüglich dem Erfolg vor.

Zu den 16 Personen, die laut Bericht nicht zum Test erschienen sein sollen, kann Kopp keine Ausführungen machen. Diese Zahl sei von der «Rundschau» falsch recherchiert worden. Die Staatsanwaltschaft könne diese Zahl nicht bestätigen. Im Umfeld der schweren Tat von Emmen laufen laut Staatsanwaltschaft weitere Ermittlungen. Sie wird noch vor Ende Jahr über die Ergebnisse zum Massen-DNA-Test informieren.

Die Luzerner Strafverfolgungsbehörden führten Ende Oktober einen DNA-Massentest durch, um den ungeklärten Vergewaltigungsfall in Emmen zu lösen. 372 Männer, die einen Bezug zum Tatort haben (Wohnort, Arbeitsweg) und auf das Signalement passten, erhielten ein Aufgebot für einen Speicheltest.

Am 21. Juli 2015 ist auf dem Dammweg in Emmen zu nächtlicher Stunde eine 26-jährige Frau von ihrem Velo gerissen und in einem nahen Wald vergewaltigt worden. Die Frau erlitt beim Überfall schwerste Verletzungen. Ihre Arme und Beine sind komplett gelähmt. Gemäss Fahndungsaufruf suchen die Ermittler nach einem 19 bis 25 Jahre alten Raucher mit dunklem gekraustem Haar. Auf den entscheidenden Hinweis ist eine Belohnung von 10'000 Franken ausgesetzt.

rem/sda

Die Fragen der Polizei an die Öffentlichkeit

Bei der Reussbrücke in Emmen soll sich die Vergewaltigung ereignet haben. (Bild: PD)

Bei der Reussbrücke in Emmen soll sich die Vergewaltigung ereignet haben. (Bild: PD)

1. Gibt es Frauen, welche im fraglichen Gebiet (siehe rote Markierung Kartenausschnitt) verbal oder anderweitig sexuell belästigt oder sogar angegriffen worden sind und dies der Polizei noch nicht gemeldet haben?

2. Wurden Personen im fraglichen Gebiet Opfer eines anderen Deliktes (z.B. Diebstähle, Entreissdiebstähle, Raubüberfälle etc.) oder Versuchen dazu. Wurde noch keine Meldung an die Polizei gemacht?

3. Gibt es Personen, welche im fraglichen Gebiet am Dienstag 21.07.2015 zwischen 2130 und 2400 unterwegs waren und von der Polizei noch nicht kontaktiert wurden? Es wurde auch von der Polizei festgestellt, dass der Weg zu später Stunde häufig von Joggern frequentiert wird. Wurden allenfalls von Joggern sachdienliche Wahrnehmungen gemacht?

4. Gibt es Personen welche zu einem anderen Zeitpunkt, im fraglichen Gebiet, verdächtige Wahrnehmungen (z.B. männliche Personen, welche Passantinnen intensiv beobachtet haben) gemacht haben und diese der Polizei noch nicht gemeldet haben?

5. Gibt es Personen, welche vor dem Tatzeitpunkt im fraglichen Gebiet regelmässig festgestellt werden konnten und seit diesem Zeitpunkt dort nicht mehr angetroffen werden?

6. Sind Personen nach dem Tatzeitpunkt, insbesondere nach dem Bekanntwerden der schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen für das Opfer durch Verhaltensänderungen oder unerklärbares, ungewohntes Verhalten aufgefallen (z. B. plötzlicher, übermässiger Alkoholkonsum, Medikamentenmissbrauch, Arbeitsplatzabsenzen, Änderung der Gemütsverfassung)?

7. Haben sich Personen mit angeblich authentischen spezifischen Informationen zur Tat/polizeilichen Ermittlung in Szene gesetzt oder sich allenfalls sogar anvertraut?

8. Sind Personen durch ein offensichtlich übersteigertes Interesse an diesem Fall aufgefallen (z.B. wurde das Thema in Diskussionen immer wieder von derselben Person aufgegriffen)?

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