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LUZERN: Ist Ihnen das Amt verleidet?

Annamarie Bürkli, Präsidentin des Luzerner Lehrerinnen- und Lehrerverbands (LLV) gibt im Sommer 2018 ihr Amt ab.
Annamarie Bürkli gibt im Sommer 2018 ihr Amt ab. (Bild: Nadia Schärli / LZ)

Annamarie Bürkli gibt im Sommer 2018 ihr Amt ab. (Bild: Nadia Schärli / LZ)

Im nächsten Mai wird Annamarie Bürkli 64 – und erreicht damit das Pensionsalter. Zeit, ihr Amt als Präsidentin des rund 4000 Mitglieder zählenden Luzerner Lehrerinnen- und Lehrerverbands (LLV) auf Ende Juli 2018 abzugeben, wie sie im Gespräch mit unserer Zeitung sagt. Bürkli wurde 2009 LLV-Präsidentin. Das Amt umfasst rund 40 Stellenprozent. Daneben unterrichtet die in Menzberg wohnhafte Bürkli in einem 60-Prozent-Pensum eine 5./6. Klasse in Eschenbach. Sie ist seit 1974 Lehrerin.

Annamarie Bürkli, ist Ihnen das LLV-Präsidium verleidet?

Überhaupt nicht. Aber ich finde, das Erreichen des Pensionsalters ist ein guter Zeitpunkt, das Präsidium abzugeben. Dass ich nicht amtsmüde bin, zeigt meine Bereitschaft weiterzumachen, wenn wir bis im nächsten Sommer keinen Nachfolger finden.

Sie gelten als Kämpfernatur und machten sich einen Namen als Frau, die sich stets pointiert gegen Abbaumassnahmen im Bildungsbereich aussprach. War das nicht ermüdend?

Nein. Protestiert man nicht gegen Spar- und damit Abbaumassnahmen, erhält die Gegenseite das Gefühl, es sei alles in Ordnung. Und das ist definitiv nicht der Fall. Widerstand ist ein Gebot der Stunde.

Die Anstellungsbedingungen für Lehrer werden in Zukunft kaum besser. Empfehlen Sie einer jungen Person, die vor der Berufswahl steht, den Lehrerberuf?

Ja, und das mit Überzeugung. Der Beruf des Lehrers ist einer der schönsten. Die Kernaufgabe, das Unterrichten der Kinder, gibt einem viel zurück.

Was bezeichnen Sie als grössten Erfolg Ihrer Amtszeit?

Dass Klassenlehrer nebst den regulären Lektionen noch eine vergütet bekommen für den administrativen Aufwand, die sogenannte Klassenlehrerstunde.

Und Ihre grösste Niederlage?

Die gab’s am letzten Sonntag – mit dem Nein zu unserer Fremdsprachen-Initiative.

Wird Ihnen ab dem nächsten Sommer nicht langweilig?

Mit Bestimmtheit nicht. Ich werde Zeit haben für all das, was in den letzten Jahren zu kurz gekommen ist, also für Wandern, Lesen, Vögelbeobachten. (nus)

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