LUZERN: Ja zur BZO – Nein zu Seeburg-Hochhaus

Knappe Entscheidung in der Stadt Luzern: Die Luzerner sagen Ja zum Hochhaus-Standort Steghof, lehnen aber Hochhäuser bei der Seeburg ab. Die revidierte Bau- und Zonenordnung (BZO) wird klar angenommen.

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Hochhaus bei der Seeburg. Visualisierung der Befürworter. (Bild: PD)

Hochhaus bei der Seeburg. Visualisierung der Befürworter. (Bild: PD)

Hochhaus bei der Seeburg. Visualisierung der Befürworter. (Bild: PD)

Hochhaus bei der Seeburg. Visualisierung der Befürworter. (Bild: PD)

Die Stadtluzerner Stimmberechtigten haben die neue Bau- und Zonenordnung (BZO) mit 60,66 Prozent der Stimmen gutgeheissen. Der neue Hochhausstandort Steghof wurde mit 52,56 Prozent Ja-Stimmen angenommen, der Hochhausstandort Seeburg hingegen mit 51,89 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt. Geplant war ein 45 Meter hohes haus, gegen den sich vorallem Anwohnter zur Wehr setzten. Die Stimmbeteiligung lag bei 43,6 Prozent.

Der Stadtrat freut sich, dass der Hochhausstandort Steghof angenommen wurde. Dieser Entscheid zeige, dass die Luzerner nicht grundsätzlich gegen Hochhäuser sind, lässt er in einer Mitteilung verlauten. Das knappe Ja zum Steghof und das Nein zum Hochhausstandort Seeburg sind für den Stadtrat aber ein Indiz, dass die Luzerner zwar für eine Entwicklung der Stadt sind, diese aber behutsam angehen wollen. Der Stadtrat wird dafür sorgen, dass bei Bauvorhaben die Qualität im Vordergrund steht. Insbesondere bei allfälligen Bauten von Hochhäusern wird er im Gestaltungsplanverfahren darauf achten, dass die Hochhäuser städtebaulich und architektonisch eine hohe Qualität haben, sich gut ins Quartier integrieren, die Aussenräume gut gestaltet sind und die Erschliessung geklärt ist. Der Stadtrat bedauert es, dass in der Seeburg kein Hochhaus möglich ist. Für dieses Areal gilt weiterhin die Bestimmung der alten BZO von 1994. Der Stadtrat wird zusammen mit dem Grundeigentümer der Seeburg Lösungen suchen, damit der Jesuitenhof trotzdem erhalten werden kann.

Hochhaus beim Seeburg. Visualisierung der Gegner. (Bild: PD)

Hochhaus beim Seeburg. Visualisierung der Gegner. (Bild: PD)

Die BZO regelt unter anderem, wie und wo die Stadt in den kommenden 10 bis 15 Jahren wachsen soll. Das neue Regelwerk wurde vereinfacht und beinhaltet nur noch einen Zonenplan sowie das Bau- und Zonenreglement.

Die neue BZO schafft insgesamt die Möglichkeit, neuen Wohnraum für 2200 bis 3300 und neue Arbeitsplätze für 1100 bis 1700 Personen zu realisieren. Für den dringend benötigten Bedarf nach grossen Büroflächen sind die beiden Areale Steghof und Rösslimatt definiert. Die neue BZO nimmt im Ansatz auch die vom Volk verlangte Forderung nach bezahlbarem Wohnraum auf.

Reaktionen von Befürwortern und Gegnern lesen Sie am Montag in der Neuen LZ und im E-Paper.

Zufrieden über das Nein zur Seeburg: die SP-Grossstadträte Nico van der Heiden, Luzia Vetterli und Marcel Budmiger (v. l.) in der Seeburg. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Zufrieden über das Nein zur Seeburg: die SP-Grossstadträte Nico van der Heiden, Luzia Vetterli und Marcel Budmiger (v. l.) in der Seeburg. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)