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LUZERN: Japanerin sucht Brieffreundin aus Luzern

Durch E-Mails, Skype und soziale Medien scheint die früher verbreitete Brieffreundschaft inzwischen weit überholt. Genau so will jetzt aber eine Japanerin mit jemandem aus Luzern korrespondieren. Dafür hat sie sich an unsere Zeitung gewendet.
Diese Post erreichte unsere Redaktion aus dem fernen Japan: Absender ist Miki Nakamura (43) (Bild: LZ)

Diese Post erreichte unsere Redaktion aus dem fernen Japan: Absender ist Miki Nakamura (43) (Bild: LZ)

Klick, abgeschickt – und auch schon angekommen. Das Übertragen einer E-Mail dauert meist nur wenige Sekunden, egal, wo auf der Welt man sich gerade aufhält. Wie praktisch! Und wie langweilig! Betrachtet man diese technologische Errungenschaft unter dem Gesichtspunkt der Vorfreude, zieht eine E-Mail gegenüber einem handgeschriebenen und per Post verschickten Brief definitiv das kürzere Los. Keine Spannung, kein ungeduldiges Warten, kein erwartungsvolles Durchsuchen der Morgenpost (vom haptischen Erlebnis ganz zu schweigen).

Wer jetzt denkt, ich sei von gestern, irrt. Natürlich sind Briefe für den Arbeitsalltag viel zu langsam und in diesem Bereich berechtigterweise vom Aussterben bedroht – zumindest gilt das in den meisten Branchen (Wie es beispielsweise die Luzerner Gerichte meistern wollen, auf elektronische Dossiers umzustellen, dürfte noch mit Spannung verfolgt werden).

Jawohl, für Briefe sind es wahrlich schwere Zeiten. In Ebikon musste die Kuvertfabrik Bochsler bereits schliessen und als Empfänger mancher Briefe wird man neuerdings sogar mit einer Strafgebühr von 1,50 Franken zur Kasse gebeten. Der Poststellenabbau sorgte zwar bereits für genügend Schlagzeilen, sei hier der Vollständigkeit halber aber nochmals erwähnt.

Ein Funken Hoffnung aus Japan

Wie immer, gibt es aber auch in schweren Zeiten einen Lichtblick. In diesem Fall flatterte er in Form eines braunen Kuverts vor kurzem in unsere Redaktion an der Maihofstrasse rein. An sich wäre das nicht weiter verwunderlich, die Herkunft machte uns aber stutzig: Der Brief kam aus dem fernen Japan (ein Klischee wurde damit übrigens wieder einmal bestätigt: Die zwei daraufklebenden, ultrakitschigen Briefmarken zeigten irgendwelche farbigen und lachenden Tierchen).

Doch zurück zum Wesentlichen: Der Absender des auf Englisch verfassten Briefes ist die Japanerin Miki Nakamura, die sich sehnlichst eine Brieffreundin aus Luzern wünscht. Sie ist 43 Jahre alt, hat einen Ehemann und Sohn und ist, wie sie schreibt, nicht auf der Suche nach einer Romanze. Sie arbeitet Teilzeit und lebt in Nagoya, einer Hafenstadt mit über zwei Millionen Einwohnern. An unsere Zeitung hat sich Miki Nakamura in der Hoffnung gewandt, dass wir ihr bei ihrer Suche helfen – was wir gerne tun.

Schreiben, kritzeln, krakeln – Hauptsache nicht Tippen

«In diesem modernen und schnellen Zeitalter geniesse ich es, in aller Ruhe ein paar Sätze von Hand zu schreiben und dabei über mich und die Welt nachzudenken. Ich wäre sehr glücklich, wenn jemand auf der Welt sich über meine Briefe freuen würde und mir zurückschreiben würde», schreibt Miki Nakamura.

Wie Recht sie doch hat! Jetzt sind also sie gefragt, liebe Leserinnen. Haben Sie Lust, mal wieder ein paar Zeilen zu Blatt zu bringen und sie nach Japan zu schicken? Doch warum, dürften Sie sich jetzt noch fragen, sucht Miki Nakamura ausgerechnet eine Brieffreundin in Luzern? Das, liebe Leser, hat sie uns nicht verraten. Darum: Fragen Sie sie doch selbst. Es leben die Briefe!

Bei Interesse schicken Sie Ihre Post bitte an unsere Zeitung. Wir leiten diese dann weiter an Miki Nakamura:

Luzerner Zeitung AG
z.H. Miki Nakamura
Maihofstrasse 76
Postfach
CH-6002 Luzern


Gabriela Jordan

gabriela.jordan@luzernerzeitung.ch

Die Japanerin Miki Nakamura sucht eine Brieffreundin in Luzern. (Bild: PD)

Die Japanerin Miki Nakamura sucht eine Brieffreundin in Luzern. (Bild: PD)

Miki mit ihrem kleinen Sohn. (Bild: PD)

Miki mit ihrem kleinen Sohn. (Bild: PD)

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