LUZERN: Jesuitenhof: Stadt will Abriss verhindern

Nach dem Volks-Nein zum Seeburg-Hochhaus herrscht Konsternation. Offen ist, wie der Jesuitenhof erhalten werden kann.

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Der schutzwürdige Jesuitenhof darf nicht abgerissen werden. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Der schutzwürdige Jesuitenhof darf nicht abgerissen werden. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Am Sonntag haben die Stadtluzerner im Rahmen der Revision der Bau- und Zonenordnung (BZO) mit 52 Prozent knapp Nein gesagt zum Hochhausstandort Seeburg. In der Montagsausgabe der Neuen Luzerner Zeitung enervierte sich der Verwaltungsratsdelegierte der Hotel Seeburg AG, Martin Koller: «Wir müssen nun davon ausgehen, dass die Bevölkerung den benachbarten Jesuitenhof nicht erhalten will, da sie uns das Hochhaus nicht bewilligt hat.» Deshalb müsse nun über einen Abriss oder Teilabriss Jesuitenhofs diskutiert werden.

Doch das kommt überhaupt nicht in Frage. «Der Jesuitenhof gehört zur besonders schutzwürdigen Seeburg-Hotelanlage und kann aufgrund seiner Bedeutung nicht abgerissen werden», sagt die kantonale Denkmalpflegerin Cony Grünenfelder. Zudem sei ein Unterschutzstellungsantrag für den Eintrag ins kantonale Denkmalverzeichnis hängig. Auch Stadtentwickler Ruedi Frischknecht hält fest: «Der Stadtrat ist der klaren Meinung, dass das ganze Ensemble erhalten werden muss.»

Kauf für Stadt kein Thema

Seitens der Stadt sagt Stadtentwickler Ruedi Frischknecht: «Wir suchen nun gemeinsam nach neuen Lösungen.» Ein Kauf des Jesuitenhofs durch die Stadt, wie es Koller am Montag anbot, sei aber noch nie ein Thema gewesen.

Luca Wolf

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