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LUZERN: Jesuitenkirche öffnet ihre Tore wieder

Was für eine Helligkeit, die einem da entgegenstrahlt – die älteste Barockkirche der Schweiz wurde umfassend restauriert. Wir durften exklusiv einen Blick ins Innere der Kirche werfen.
Hugo Bischof
Blick in die sanierte Jesuitenkirche. (Bild: Dominik Wunderli)

Blick in die sanierte Jesuitenkirche. (Bild: Dominik Wunderli)

Es ist eine in letzter Zeit oft gesehene Szene: Einheimische und Touristen, welche die Jesuitenkirche Luzern betreten wollen, bleiben ratlos vor den verschlossenen Türen stehen. Bald ist es damit vorbei. In wenigen Wochen, nämlich an Weihnachten, wird die älteste und wohl schönste Barockkirche der Schweiz, an bester Lage am linken Reussufer in Luzern, ihre Tore wieder öffnen.

Fast ein Jahr lang war die Jesuitenkirche geschlossen. Grund dafür war eine umfassende Sanierung des ganzen Kircheninnenraums, inklusive des prachtvollen Deckengewölbes. Jetzt sind die Arbeiten abgeschlossen. Nur der Boden muss noch fertig geputzt werden; und bei einzelnen Seitenaltären sind allerletzte Finish-Arbeiten in Gang.

Vom Schmutz und Staub befreit

Die «Luzerner Zeitung» durfte das Kircheninnere exklusiv, noch vor der offiziellen Eröffnung, betreten. Was für eine Helligkeit und Reinheit, die einem da von den Fassaden und der Decke entgegenstrahlt! Schaut man genauer hin, erkennt man, dass die Wände und Pfeiler tatsächlich heller sind, als man sie von früher in Erinnerung hat. Das ist aber nicht die Folge eines neuen Farbauftrags. Nein, das Kircheninnere wurde lediglich gereinigt und vom Schmutz und Staub, der sich in den vergangenen Jahrzehnten angesammelt hat, befreit.

Vor allem die Wände der Seitenaltäre waren vorher wegen der Verschmutzung einiges dunkler. Ganz vorn, am linken Seitengewölbe am Ende des Hauptraums der Kirche, haben die Restauratoren ein kleines, rechteckiges Stück Fassade ungereinigt belassen. Es wirkt gegenüber der gereinigten Wand fast schwarz.

Einige Stuckaturen waren absturzgefährdet

Auch das Deckengewölbe wurde saniert. Zudem wurde es gesichert: Teile des Stuckwerks drohten abzubrechen. Pro Deckenjoch wurden rund hundert Löcher gebohrt. «Einige Teile der Decke waren lose und absturzgefährdet», sagt Peter Schüpfer vom Stuckaturgeschäft Schüpfer und Debon AG, das für die Restaurierung des Deckengewölbes zuständig war. «Einige kleinere Stuckaturen konnten wir fast wie Pflaumen pflücken.» Sämtliche Teile wurden wieder an die Decke geklebt. «Die ganze Originalsubstanz konnte erhalten werden.»

Vor der Innensanierung waren 2015 bereits die Aussenfassaden und das Dach gereinigt und saniert worden. Für die Aussensanierung der Jesuitenkirche rechnete der Kanton Luzern als Eigentümer mit Kosten von rund 2 Millionen Franken, für die Innensanierung mit rund 3 Millionen Franken. Letztmals war die Kirche 1978 zur 800-Jahr-Feier der Stadt totalsaniert worden.

Ab Weihnachten wird die Kirche für die Öffentlichkeit wieder geöffnet sein. Am 24. und 25. Dezember finden Gottesdienste statt. Offiziell wiedereröffnet wird die Jesuitenkirche dann am 1. Januar mit einem Gottesdienst, am 2. Januar gibt es zudem einen Tag der offenen Tür mit Gottesdienst, Musik und Ansprachen.

Hugo Bischof
hugo.bischof@luzernerzeitung.ch

Blick in die sanierte Jesuitenkirche. (Bild: Dominik Wunderli)
Die allerletzten Arbeiten müssen noch gemacht werden: Der Kronleuchter befindet sich noch auf Kopfhöhe. (Bild: Dominik Wunderli)
Jana Dunajska pflegt den Marmor. (Bild: Dominik Wunderli)
Paulo Russo retuschiert die Kirchenbänke mit Ölfarbe. (Bild: Dominik Wunderli)
Der dunkle Fleck zeigt das Vorher/Nachher (Bild: Dominik Wunderli)
Für die Aussensanierung der Jesuitenkirche rechnete der Kanton Luzern als Eigentümer mit Kosten von rund 2 Millionen Franken, für die Innensanierung mit rund 3 Millionen Franken. (Bild: Dominik Wunderli)
ie Löcher in der Decke zeugen von der Renovation. (Bild: Dominik Wunderli)
Maler und Stuckateur Ufuk Jusi arbeitet an der Decke der Jesuitenkirche (8. März 2016). (Bild: Philipp Schmidli)
Pasquale Iacovo (links) und Farah Garofani arbeiten an den Stukkaturen (8. März 2016). (Bild: Philipp Schmidli)
Die Jesuitenkirche ist innen komplett eingerüstet (8. März 2016). (Bild: Philipp Schmidli)
Malerin und Stuckateurin Farah Garofani an der Decke der Jesuitenkirche (8. März 2016). Letztmals war die Kirche 1978 zur 800-Jahr-Feier der Stadt totalsaniert worden. (Bild: Philipp Schmidli)
Vor der Innensanierung waren 2015 bereits die Aussenfassaden und das Dach gereinigt und saniert worden. (Bild: Philipp Schmidli)
Ufuk Jusi reinigt die Stuckaturen (Dienstag, 8. März 2016). (Bild: Philipp Schmidli)
Die Jesuitenkirche vor der Sanierung. (Bild: Boris Bürgisser)
14 Bilder

Sanierung der Jesuitenkirche

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