LUZERN: Jetzt stimmt der Kantonsrat elektronisch ab

Im Kantonsrat wird seit dem heutigen Montag nicht mehr per Aufstehen, sondern elektronisch abgestimmt. Zu Beginn der Session führte Kantonsratspräsidentin Irène Keller (FDP) einen Crashkurs durch.

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Der Kantonsrat mit dem neuen Display. (Bild: PD)

Der Kantonsrat mit dem neuen Display. (Bild: PD)

Per Knopfdruck stimmt jetzt der Luzerner Kantonsrat ab. (Bild: PD)

Per Knopfdruck stimmt jetzt der Luzerner Kantonsrat ab. (Bild: PD)

Die Abstimmungsanlage führte zu verschiedenen Änderungen im Ratsbetrieb. So müssen sich die Ratsmitglieder nicht mehr beim Eingang in den Parlamentssaal in eine Liste eintragen, sondern halbtäglich am Sitzplatz mit einer Chipkarte. Damit wird gewährleistet, dass die Sitzungsgelder korrekt ausbezahlt werden.

Will ein Parlamentarier sprechen, muss er sich mit der Wortmeldetaste anmelden. Keller wollte dies zunächst fraktionsweise üben, sie brach den Versuch aber nach der CVP und SVP ab. "Das wird zu kompliziert", stellte sie fest, als die Kantonsräte nicht wunschgemäss ihren Anordnungen Folge leisteten.

Alle Resultate werden auf den Bildschirmen im Kantonsrat dargestellt. (Bild: PD)

Alle Resultate werden auf den Bildschirmen im Kantonsrat dargestellt. (Bild: PD)

Auch das elektronische Abstimmen wurde geübt. Die Ratsmitglieder haben jeweils 20 Sekunden Zeit, um die Ja- oder Nein-Taste zu drücken.

Die Traktandenliste sei kurz, sagte Keller. "Wir haben genügend Zeit zum Üben." Tatsächlich brauchte es drei Probeabstimmungen, bis jeder das Prozedere genau verstanden hatte.

Die Abstimmungsresultate werden jeweils auf zwei grossen Bildschirmen angezeigt. Bedient wird die Anlage von einer Operatrice, die beim Ratsbüro sitzt. Die Stimmenzähler, die im Normalfall nicht mehr benötigt werden, sitzen neu im Plenum. (sda/rem)

Hinweis: Alle Resultate auf www.lu.ch