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LUZERN: Kanalisation: Zustand falsch eingeschätzt

Die Stadt Luzern muss für die Sanierung von Kanalisationsanlagen unverhofft 13,3 Millionen Franken zahlen. Der Stadtingenieur räumt Fehler ein, sieht aber keine Notwendigkeit, diese aufzuarbeiten.
Dave Schläpfer
Stadrat Adrian Borgula, Präsident des Abfall-Gemeindeverbandes Real, im Maihofstollen in der Nähe der St.-Karli-Strasse in Luzern. (Bild: Remo Nägeli/Neue LZ)

Stadrat Adrian Borgula, Präsident des Abfall-Gemeindeverbandes Real, im Maihofstollen in der Nähe der St.-Karli-Strasse in Luzern. (Bild: Remo Nägeli/Neue LZ)

Dass die Kanalisation funktioniert, ist wichtig – und teuer: Für die Sanierung des städtischen Netzes werden 31,3 Millionen Franken fällig. Dazu kommen 13,3 Millionen Franken für die Instandstellung der grossen Sammelkanäle, der so genannten Verbandskanäle. Diese hatte die Stadt per 2012 dem Abfall-Gemeindeverband Real übertragen, dessen Präsident aktuell Stadtrat Adrian Borgula ist.

Real prüfte intensiver

Hintergrund: Mit Real war seinerzeit vereinbart worden, dass die Anlagen in einwandfrei saniertem Zustand übergeben werden müssen. Und genau hier liegt der Knackpunkt: Die Stadt ist nach einer Überprüfung mit speziellen Fernsehkameras zur Einsicht gelangt, dass sich die Verbandskanäle in «gutem Zustand» befinden und die Übergabe somit «kostenneutral» erfolgen kann. Real indes hat mittels Kernbohrungen und Betonuntersuchungen eine intensivere Prüfung vorgenommen. Ernüchterndes Resultat: Kurzfristig sind Sanierungen in der Höhe von 31 Millionen Franken zu tätigen – vertraglich gebunden, muss sich die Stadt mit 13,3 Millionen Franken daran beteiligen.

Sanierung auf Vorrat?

Stadtingenieur Martin Bürgi zufolge war der hohe Sanierungsbedarf eine «klare Überraschung». Wie es zur Fehleinschätzung seitens der städtischen Experten gekommen sei, lasse sich aus heutiger Sicht nicht mehr genau eruieren. Dies weil die betreffenden Personen inzwischen nicht mehr bei der Stadt angestellt seien. Als viel wichtiger erachtet Bürgi, konsequent vorwärts zu schauen – denn saniert werden müsse so oder so. Die These, dass Real bei der Prüfung extra penibel hingeschaut haben könnte, um auf diese Weise die Anlagen mit städtischer Kostenbeteiligung quasi auf Vorrat sanieren zu können, stuft Bürgi als komplett an den Haaren herbeigezogen ein. Der von Real festgestellte Sanierungsbedarf sei fachlich definitiv ausgewiesen. Martin Bürgi betont, dass die Stadt aus den in der Vergangenheit gemachten Fehlern lernen möchte: So wolle man bei künftigen Bestandsaufnahmen – wo angebracht – vermehrt auf Kernbohrungen und Betonuntersuchungen zurückgreifen, um vor unangenehmen Überraschungen gefeit zu sein.

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