LUZERN: Kanton betreibt in Rothenburg ein Asylzentrum

Ab November will der Kanton in Rothenburg ein Asylzentrum betreiben. Das Zentrum, in dem bis zu 180 Personen wohnen werden, soll maximal fünf Jahre in Betrieb bleiben.

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Auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Firma Boa bei der Autobahnein- und Ausfahrt Rothenburg entsteht ein temporäres Asylzentrum. (Bild Pius Amrein)

Auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Firma Boa bei der Autobahnein- und Ausfahrt Rothenburg entsteht ein temporäres Asylzentrum. (Bild Pius Amrein)

Das Zentrum in Rothenburg-Station wird auf dem ehemaligen Areal der BOA-Fabrik untergebracht. Dieses gehört zur Zeit der Migros Luzern und wird teilweise als Zwischennutzung dem Kanton zur Verfügung gestellt, wie die Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte.

Die Migros helfe dem Kanton und den Gemeinden, die Situation im Asylwesen über einen längeren Zeitraum zu entschärfen, wird der zuständige Luzerner Regierungsrat Guido Graf in der Mitteilung zitiert.

Nicht im Wohngebiet

Das ehemalige BOA-Areal liegt nicht im Wohngebiet, ist überschaubar und freistehend. Gemäss der Mitteilung unterstützt der Gemeinderat von Rothenburg die befristete Nutzung des Areals als Asylzentrum. Gemäss Planungs- und Baugesetz führt die Gemeinde für die Erteilung der Nutzungsbewilligung ein ordentliches Bauverfahren durch.

Um die Interessen der Gemeinde Rothenburg zu sichern, hat der Gemeinderat mit dem Kanton die Rahmenbedingungen ausgehandelt. Dazu gehören unter anderem die Befristung auf fünf Jahre, zentrumsinterner Schulunterricht für asylsuchende Kinder sowie ein umfassendes Sicherheitskonzept.

Mit dem Asylzentrum auf dem BOA-Areal erfüllt die Gemeinde Rothenburg das vom Kanton vorgegebene Aufnahmesoll. Nach der Schliessung des befristeten Asylzentrums wird die Gemeinde für sechs Jahre von einer Aufnahmepflicht befreit.

Das Zentrum soll in einem 24-Stunden-Betrieb geführt werden. Für die Betreuung sowie die entstehenden Kosten ist der Kanton Luzern zuständig. (sda)