LUZERN: Kanton hilft KKL mit einer Bürgschaft

Mit einer Bürgschaft von maximal 9 Millionen Franken hilft der Kanton Luzern dem KKL Luzern, einen allfälligen Liquidationsengpass zu überbrücken. Das Parlament hat am Montag der Bürgschaft mit 81 zu 10 Stimmen bei 5 Enthaltungen zugestimmt.

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Für einen allfälligen Liquiditätsengpass hat das Parlament rinrt Bürgschaft von maximal 9 Millionen Franken zugestimmt. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Für einen allfälligen Liquiditätsengpass hat das Parlament rinrt Bürgschaft von maximal 9 Millionen Franken zugestimmt. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Das KKL Luzern war 2000 eröffnet worden. Das 112 Meter lange und 107 Meter breite Dach sollte eine Lebensdauer von 80 Jahren haben. 2010 wurde aber bemerkt, dass das Vordach, das 35 Meter ins Freie ragt, nicht dicht genug gebaut war und dringend saniert werden musste. 2013 kam aus, dass auch das Warmdach Schäden hat.

Das KKL geht davon aus, dass die Korrekturen am Dach Garantiearbeiten sind. Allerdings sind die Vergleichsverhandlungen mit der Totalunternehmerin gescheitert. Ein gerichtliches Schiedsverfahren läuft.

Damit die Trägerstiftung einen allfälligen Liquiditätsengpass überbrücken und am Kapitalmarkt einen Kredit aufnehmen kann, entschied das Parlament nun, dass der Kanton eine Bürgschaft von maximal 9 Millionen Franken aufnehmen wird. Die Gewährung der Bürgschaft ist an gewisse Bedingungen geknüpft und ist bis auf Ende 2034 beschränkt.

Die SVP zeigte sich überzeugt, dass die Qualität und Attraktivität vom KKL erhalten bleiben soll. Das Haus müsse auch in Zukunft funktionieren, sagte Werner Schmid (SVP). Der Zeitpunkt für dieses Dekret sei zwar ungünstig, sagte er. Die SVP stimmte der Bürgschaft trotzdem "zähneknirschend" zu.

Auch Inge Lichtsteiner betonte im Namen der CVP die Bedeutung eines finanziell gesunden KKL. Die Partei unterstütze das Dekret unter der Bedingung, dass Bürgschaften für die Regierung die Ausnahme bleiben werden.

Obwohl die SP das Geld lieber in kulturellen Inhalt investieren würde, unterstützte sie die Bürgschaft grossmehrheitlich. Die Grünen sagten auch Ja zur Bürgschaft, weil es sich "nur" um eine Bürgschaft handle, wie Heidi Rebsamen sagte. (sda)