LUZERN: Kanton Luzern bietet Flüchtlingen Ausbildung an

13 Flüchtlinge haben im Kanton Luzern einen Ausbildungslehrgang auf dem Baugewerbe begonnen. Erste Erfahrungen sind positiv.

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Hadish Temesgen aus Eritrea misst aus, ob die Steine richtig liegen. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Hadish Temesgen aus Eritrea misst aus, ob die Steine richtig liegen. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Der Kanton Luzern will die berufliche Integration von Flüchtlingen fördern. Zu diesem Zweck hat er Ende August gemeinsam mit verschiedenen Partnern das Integrationsprogramm «Perspektive Bau» lanciert.

13 Flüchtlinge aus Afghanistan, Syrien, Eritrea und Togo haben einen Ausbildungslehrgang im Bauhauptgewerbe begonnen, der 226 Tage inklusive einem Praktikum auf der Baustelle dauert. Sie wurden mittels Assessment ausgewählt. Nach Abschluss des Kurses sollen die Flüchtlinge in eine Lehre als Maurer oder Baupraktiker übertreten können. «Die Erfahrungen nach den ersten Kurswochen sind rundum positiv», sagt Rebecca Narducci, Leiterin Nationale Körperschaft für Berufsbildung Luzern. Die Flüchtlinge seien sehr motiviert und mit grossem Engagement und Disziplin dabei.

Mit dem Projekt könne die Integration von Flüchtlingen über die Regelstrukturen vorangetrieben werden, so der Kanton Luzern in einer Mitteilung. Kämen Flüchtlinge erst im Erwachsenenalter in die Schweiz, werde ihre berufliche Integration weder über die Berufsbildungsstrukturen noch über die Eingliederungsmassnahmen im Arbeitslosenbereich gefördert. Trotz Angebote etwa durch Hilfswerke blieben rund siebzig Prozent der Flüchtlinge langfristig von Sozialhilfe abhängig.

Kosten: 360'000 Franken

Das Pilotprojekt geht über die gesetzliche Verpflichtung an Integrationsmassnahmen hinaus. Deshalb stehen dafür keine finanziellen Ressourcen zur Verfügung. Die Luzerner Regierung hat beschlossen, für die Finanzierung des Projektes im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten Lotteriemittel einzusetzen. Die Kosten belaufen sich einmalig auf 360'000 Franken. Nach Abschluss des Pilotprojekts will der Kanton prüfen, ob er das Projekt weiterführt oder nicht.

pd/rem

Flüchtlinge in den Maurerlehrhallen Sursee. (Bild: PD)

Flüchtlinge in den Maurerlehrhallen Sursee. (Bild: PD)