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LUZERN: Kanton soll bei Terminal für Fernbusse mitreden

Die Regierung soll mit dem Verkehrsverbund Luzern und der Stadt ein Projekt für einen Car- und Fernbus-Hub erarbeiten. Der Entscheid des Kantonsrats fiel knapp aus.
Solche Busse machen Zügen Konkurrenz. (Bild: Gaetan Bally/Keystone (Kloten, 1. November 2017))

Solche Busse machen Zügen Konkurrenz. (Bild: Gaetan Bally/Keystone (Kloten, 1. November 2017))

Die Car- und Fernbus-Problematik hat in der Stadt Luzern längst für hitzige Voten gesorgt. Nun dürfte sich auch noch der Kanton in die Diskussion einschalten. Denn der Kantonsrat hat gestern ein entsprechendes Postulat von Marcel Budmiger (SP, Luzern) für erheblich erklärt. Dieses fordert die Regierung auf, «zusammen mit dem Verkehrsverbund Luzern (VVL) und der Stadt Luzern ein gemeinsames Projekt für einen Car- und Fernbus-Hub in der Agglomeration Luzern zu prüfen».

Grund für Budmigers Vorstoss ist die Situation auf der Autobahnraststätte Neuenkirch. Sie ist derzeit eine beliebte Haltestelle für viele Fernbusse – mit dem öffentlichen Verkehr ist sie jedoch nicht erreichbar, bemängelt Budmiger. Gleichzeitig sucht auch die Stadt nach einem Ersatz für die wegfallenden Carparkplätze beim Inseli, was schon 2019 der Fall sein könnte. «Eine Zusammenarbeit von Kanton, VVL, der Stadt und den möglichen Standortgemeinden in der Agglomeration ist angezeigt, bieten sich doch einige Synergiemöglichkeiten», so Budmiger.

Davon hielt Daniel Keller (SVP, Udligenswil) nichts. «Die Stadt ist die grösste Profiteurin dieser Cars. Sie steht in der Pflicht, dafür eine Lösung zu finden», sagte er. Parteikollege Marcel Omlin (Rothenburg) doppelte nach: Es wäre falsch, jetzt die Agglomeration in die Pflicht zu nehmen.

Ähnliches war aus der FDP-Fraktion zu hören: «Der Regierungsrat darf mithelfen, eine gemeinsame Lösung zu finden», sagte Herbert Widmer (Luzern). «Er soll aber nicht die Verantwortung dafür tragen.» Das Parkierungskonzept für die Cars sei vorerst die Aufgabe der Gemeinden. Hierfür brauche es einen «innergemeindlichen runden Tisch», so Widmer. Die Regierung täte bereits viel für einen Fernbus-Hub. So erarbeitet der Kanton derzeit mit dem VVL eine Studie, um die Standortkriterien für einen Terminal zu ermitteln. Diese Studie solle ebenso aufzeigen, wohin die Cars fahren und wo genau die Touristen ihr Geld ausgeben, verlangte Urban Frye (Grüne, Luzern). «Erst wenn wir wissen, wo die Wertschöpfung anfällt, soll man sich für einen Standort entscheiden.»

Ehemaliger Stapi für gemeinsames Projekt

Namens der CVP-Fraktion meldete sich Stefan Roth, ehemaliger Stadtpräsident von Luzern, zu Wort. Beide, der Kanton und die Stadt Luzern, seien daran interessiert, dass Luzern «eine erfolgreiche Tourismusdestination» bleibe. Das Parkieren von Cars sowie Fernbussen sei bereits in kantonalen Planungsprogrammen enthalten. «Jetzt müssen wir diese Planungsschublade füllen», forderte Roth und sprach sich für eine vollständige Überweisung aus. Gleich sah es die GLP: Auch sie unterstützte das Postulat. Sprecherin Claudia Huser (Luzern) meinte, es seien «gemeinsame Lösungen nötig».

Lediglich für eine teilweise Erheblicherklärung hatte sich die Regierung ausgesprochen. Der zuständige Baudirektor Robert Küng (FDP) erinnerte daran, dass Fernbusse eine Bewilligung des Bundes bräuchten und deren Terminal klaren Kriterien unterliege. Beim Carparking lägen andere Anforderungen vor. «Beide sind bereits aktiv geworden – der Kanton für die Fernbusse, die Stadt für die Cars. Jetzt ist es absolut logisch, dass es zwischen diesen beiden Schienen eine Abstimmung braucht. Da alles schon läuft, wäre es aber nicht zielführend, noch ein zusätzliches, gemeinsames Projekt aufzugleisen.» Diesem Wunsch folge das Parlament nicht. Es erklärte das Postulat knapp mit 58 zu 45 Stimmen für erheblich.

Niels Jost

niels.jost@luzernerzeitung.ch

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