LUZERN: Kanton spart zu Lasten der Krankenkassen

Der Kanton zahlt im nächsten Jahr 49 Prozent an die Kosten einer Spitalbehandlung. Das ist 1 Prozent weniger als 2012 und 2013. Damit werden 5,5 Millionen Franken eingespart.

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Der Kanton Luzern senkt seinen Anteil an den Behandlungskosten. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)

Der Kanton Luzern senkt seinen Anteil an den Behandlungskosten. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)

Mit der neuen Spitalfinanzierung muss der Kanton Luzern jährlich zum Voraus bestimmen, welchen Anteil an den Behandlungskosten im kommenden Jahr zu seinen Lasten geht. Für die Jahre 2012 und 2013 hatte die Regierung den Anteil jeweils bei 50 Prozent festgelegt. Für 2014 liegt der Kantonsanteil neu bei 49 Prozent, wie die Staatskanzlei Luzern am Freitag mitteilt. Die restlichen Kosten gehen jeweils zu Lasten der Krankenversicherungen.

Der um 1 Prozent tiefere Prozentsatz bedeutet für den Kanton Luzern Minderausgaben in der Höhe von rund 5,5 Millionen Franken. Diese Senkung ist mit dem Projekt «Leistungen und Strukturen» bereits im Aufgaben- und Finanzplan 2013-2016 enthalten und steht im Zusammenhang mit dem Auftrag des Kantonsrats an die Regierung, das Kostenwachstum der Ausgaben zu bremsen.

Das Krankenversicherungsgesetz KVG sieht vor, dass der Kantonsanteil ab dem Jahr 2017 mindestens 55 Prozent betragen muss. Der Kantonsanteil wird deshalb ab dem Jahr 2015 jeweils um zwei Prozent pro Jahr erhöht werden.

pd/bep