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LUZERN: Kanton sucht Praktikumsplätze für jugendliche Flüchtlinge

Die Dienststelle Berufs- und Weiterbildung sucht für Jugendliche aus dem Integrations-Brückenangebot bis im August 180 Praktikumsplätze. Die Praktika sollen die Jugendlichen auf eine Berufslehre vorbereiten.
In Luzern entsteht ein Flüchtlingstreff (Symbolbild). (Bild: Philipp Schmidli)

In Luzern entsteht ein Flüchtlingstreff (Symbolbild). (Bild: Philipp Schmidli)

Das Integrationsbrückenangebot (IBA) ist gefragt. Noch nie wollten sich mehr Migranten mithilfe dieses zweijährigen Ausbildungsprogramms auf eine Berufslehre vorbereiten und sich so für den Eintritt in die hiesige Arbeitswelt wappnen. «Wir verzeichnen einen grossen Anstieg», bestätigt Christof Spöring, Leiter Dienststelle Berufs- und Weiterbildung, auf Anfrage.

Weil im zweiten Kursjahr ein einjähriges Praktikum vorgesehen ist, hat auch die Nachfrage nach solchen Stellen extrem zugenommen: Allein bis im Februar gilt es, für 30 Absolventen der Basisstufe einen Praktikumsbetrieb zu finden. Bis im August müssen gar weitere 150 Praktika gefunden werden. Das schreibt der Kanton in einer Mitteilung von gestern. Die Nachfrage nach Praktikumsstellen dürfte dabei gemäss Spöring erst in zwei Jahren merklich abflachen wie auch die Anzahl IBA-Teilnehmer.

Vorläufig Aufgenommene sind auch zugelassen

Gesucht werden Praktikumsstellen in allen Branchen und von jedem Niveau: einfachere Tätigkeiten für die Attest-Stufe sind ebenso gefragt wie solche, die hohe Ansprüche an die Praktikanten stellen. In den Betrieben sind die Migranten nur jeweils zwei Tage pro Woche, um wichtige Arbeitspraxis zu sammeln. Die restlichen drei Tage über drücken sie die Schulbank, werden in Fächern wie Deutsch, Mathematik oder Informatik unterrichtet. Nutzen können das Angebot alle im Kanton Luzern wohnhaften Migranten unter 26 Jahren, die einen Asylstatus und mindestens das Sprachniveau A2 erlangt haben. Nebst anerkannten Flüchtlingen dürfen also auch vorläufig Aufgenommene teilnehmen.

40 Praktika besetzt – allerdings nur mit Mühe

Momentan schnuppern bereits 40 Migranten-Praktikanten in verschiedenen Luzerner Betrieben. Geschrieben haben sie die Bewerbungen selber. Unterstützt wurden sie dabei von einer sogenannt «fallführenden Lehrperson», die gleichzeitig auch als Ansprechperson für die Praktikumsbetriebe fungiert. Trotz Unterstützung war es alles andere als einfach, für alle 40 Migranten eine Stelle zu finden, sagt Spöring: «Die Praktika hätten im August beginnen sollen. Die letzten Bewerber haben aber erst im Januar einen Betrieb gefunden.» Dabei böten Flüchtlinge für die hiesige Wirtschaft ein grosses Potenzial. Davon ist nicht nur Spöring überzeugt, sondern auch der kantonale Gewerbeverband, die Zentralschweizer Industrie- und Handelskammer sowie die Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Gesellschaft. Sie alle unterstützten den Kanton in diesem Anliegen.

Der nächste Praktikumsbeginn ist ab Februar oder ab August 2018. Ein Praktikum kann von einem halben bis zu einem Jahr dauern. Interessierte Betriebe können sich beim Zentrum für Brückenangebote melden und erhalten, wenn die Voraussetzungen passen, einen Kandidaten oder eine Kandidatin vorgeschlagen.

Hinweis: Informationsbroschüre «Flüchtlinge einstellen» für Unternehmen

zar

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